Hergekommen, um ausgebeutet zu werden?

Viele ehemalige Bauern landen,  um der Verarmung und Verelendung im eigenen Land zu entgehen, als Saisonarbeiter
auf Westeuropas Feldern. Dabei erhöht die Marktmacht der Supermärkte den Druck auf dieses migrantische Subproletariat stetig. Und jedes Jahr aufs Neue gibt es einen medialen Aufschrei angesichts der katastrophalen Bedingungen, unter denen migrantische Erntearbeiterinnen und Erntearbeiter in Österreich beschäftigt sind. Saison für Saison lesen wir Meldungen und Reportagen über Fälle von eklatanten Hygienemängeln bei der Unterbringung, über Lohnraub und Passentzug sowie über Arbeitszeiten, die frapant an den ungezügelten Manchesterkapitalismus in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts erinnern.

Der Politologe und Journalist Alexander Behr beschreibt die derzeitige Situation im Artikel des Standard unten, und macht sich Gedanken, ob es einen Weg aus diesem Prekariat geben könnte.

Ausgebeutet

Hier noch ein UPDATE vom 3.7.2020 zu dem obigen Artikel der auf die weitverbreiteten Missstände in den landwirtschaftlichen und  fleischverarbeitenden Betrieben eingeht. Die Horrorzustände dürften demnach eher die Regel, als die Ausnahme sein.

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