Ursachen & Hintergründe

Hofer: Krumme Bananen-Geschäfte

Der Österreichische Diskonter Hofer, als Teil der Aldi-Kette, führt in seinem Sortiment Bananen des Fruchtkonzerns Fyffes, der bekannt ist für seine prekären Arbeitsbedingungen etwa in Honduras und Costa Rica. Die ArbeiterInnen, die dafür sorgen, dass in den Regalen des Supermarktgiganten tropische Früchte landen, sind so gut wie schutzlos gefährlichen Pestiziden ausgesetzt, Mindestlöhne und Sozialbeiträge sind fremd. Versuchen die ArbeiterInnen sich in Gewerkschaften zu organisieren, werden bedroht, belästigt, misshandelt oder entlassen. Bestehende Gewerkschaften werden nicht anerkannt.

Wie die Organisationen Oxfam und Südwind berichten, ist der irische Fruchtkonzern Fyffes über seine Tochterfirmen ANEXCO (Costa Rica) und Suragroh (Honduras) mitverantwortlich für diese Arbeitsrechtsverletzungen. Fyffes ist der führende Bananenimporteur in Europa, der Konzern gehört außerdem zu den größten globalen Händlern von Ananas und Melonen – und beliefert Aldi, und somit auch Hofer in Österreich. Dies scheint die Schattenseite des Diskonters zu sein, der sonst für seine Nachhaltigkeit ein nicht geringes Werbebudget zur Verfügung stellt. Doch wie ernst ist es Aldi/Hofer damit wirklich, denn wer A sagt, sollte sich trauen auch B zu sagen – oder? Weiterlesen

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Ein Zeitungsartikel aus Rumänien

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Fachtagung „Lost in Migration“

Mehr als 10.000 Jugendliche Migranten spurlos verschwunden

Heute findet in Linz die Fachtagung „Lost in Migration“ der Kinder- und Jugendanwaltschaften statt, welche auf Verbrechern zum Opfer gefallene Unbegleitete aufmerksam machen soll.

Unbegleitete Minderjährige auf der Flucht sind so gut wie immer einem besonderen Risiko ausgesetzt. Die Schätzungen gehen jenseits der 10.000, die in Europa spurlos verschwunden sind. Mit großer Wahrscheinlichkeit ist ein Teil von ihnen in die Gewalt von Verbrechern geraten. 2015 suchten 88.300 unbegleitete Jugendliche – laut Definition Personen unter 18 – in der EU Schutz, wobei nicht wenige auf dem Weg in eine vermeintlich sichere Zukunft spurlos verschwinden. Weiterlesen

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Aufgedeckt: Konzern verdiente mit Sklavenarbeit

Mit der Zahlung von umgerechnet neun Millionen Euro werde der größte Prozess „wegen Sklavenarbeit in der Geschichte Brasiliens“ beigelegt, teilte das Arbeitsministerium des südamerikanischen Landes vergangenen Donnerstagabend mit. Odebrecht – ein Konzern wie eine bösartige Spinne, so jedenfalls könnte man ein Unternehmen sehen, das ein Netz aus Geheimkonten, Briefkastenfirmen und Geldwäschern über fast ganz Südamerika und Afrika spannte. Die Ermittlungen gegen den brasilianischen Bauriesen begannen 2014 und förderten nach und nach ein ausgeklügeltes System zur Zahlung von Schmiergeldern an Politiker, Parteien, Staatsbeamte und Manager zutage. Weiterlesen

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Prekäre Arbeitsverhältnisse – Zusteller

BBC hat schwere Vorwürfe gegen Logistikfirmen in Europa erhoben, die unter anderem für Firmen wie Ikea, Lutz, DHL, etc. tätig sind. Dem Bericht des öffentlich-rechtlichen Rundfunksenders zufolge erhalten viele LKW-Fahrer bzw. Zusteller, die im Auftrag von namhaften Einzelhändlern oder für Subunternehmen von Logistikfirmen in Westeuropa unterwegs sind, Hungerlöhne von wenigen hundert Euro im Monat. Demnach werden die Mindestlohnregelungen umgangen, indem die Fahrer auf dem Niveau ihrer osteuropäischen Heimatländer angestellt werden, obwohl sie angeblich ausschließlich in westeuropäischen Ländern unterwegs sind. Manche Fernfahrer hausen teils monatelang in ihren Führerkabinen ohne regelmäßigen Zugang zu Toiletten oder fließendem Wasser, bzw. müssen immer auf Abruf bereitstehen. Auf der anderen Seite wird von den Unternehmen „teurer stationärer Lagerraum gespart“ und Waren kreuz und quer durch Europa gekarrt, weil dies angeblich günstiger ist. Weiterlesen

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