Vatikan

Vatikan: Intern. Konferenz gegen Menschenhandel

Vom Montag den 8. bis Donnerstag den 11. April 2019 fand im Vatikan eine internationale Tagung gegen den Menschenhandel und moderne Sklaverei statt. Dabei rief Papst Franziskus dazu auf, das Übel des Menschenhandels durch immer gezieltere Zusammenarbeit der weltlichen und religiösen Institutionen zu bekämpfen. In seinen Überlegungen ging Franziskus von den von Johannes überlieferten Worten Jesu aus, in denen, so der Papst, „die Mission Jesu Christi zusammengefasst ist“: „Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.“ (Joh 10,10).

„Die derzeitige Welt ist leider auf traurige Weise durch Situationen charakterisiert, die die Erfüllung dieser Mission behindern“, betonte der Papst. Bei ihrem Treffen haben die Teilnehmer an der Konferenz unter anderem über die Umsetzung der pastoralen Richtlinien zum Menschenhandel beraten, die von der Sektion Migranten und Flüchtlinge des vatikanischen Dikasteriums für ganzheitliche menschliche Entwicklung im Januar 2019 herausgegeben worden waren. In diesen werde festgestellt, dass in der heutigen Zeit Individualismus und Egozentrismus zunehmen, was zur Folge habe, dass Menschen nur mehr rein nach ihrem Nutzen bewertet würden. Weiterlesen

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Vatikan: Orientierungshilfe zum Kampf gegen Menschenhandel

Der Vatikan hat eine kirchliche Orientierungshilfe zum Kampf gegen Menschenhandel veröffentlicht. Die Trennlinie zwischen Migration und Menschenhandel werde dünner, heißt es in dem Dokument.

Das vatikanische Referat für Flüchtlings- und Migrationsfragen benennt Eckpunkte für die Planung, Umsetzung und Evaluierung von Maßnahmen gegen Schlepperei und Ausbeutung von Migranten. Schlepper und nachfolgend Menschenhändler schlügen Kapital aus der Unfähigkeit von Regierungen und Nichtregierungsorganisationen, mit der hohen Zahl von Schutzsuchenden zurechtzukommen.

Adressiert ist die 38-seitige Handreichung an Bistümer, Orden und Pfarreien, aber auch an katholische Bildungseinrichtungen und andere kirchliche Institutionen.

Erkennen und vermeiden

Neben Ursachen und Formen des Menschenhandels benennt sie Hinweise, um Menschenhandel zu erkennen und zu melden. Erneut spricht sich der Vatikan für mehr sichere und legale Einreisemöglichkeiten sowie bessere Informationen für Migranten aus, um das Schlepperwesen zu unterlaufen.

Zum koordinierten Vorgehen gegen Menschenhandel schlägt das Dokument unter anderem eine engere Zusammenarbeit zwischen katholischen Bistümern der Ziel- und der Herkunftsländer vor. Für die Opfer müsse es Unterstützung bei der Wohnungssuche, dem Aufbau eines Erwerbslebens und der sozialen Integration geben. Dazu zähle gegebenenfalls auch der Familiennachzug.

Menschen vor Täuschung schützen

Ein globales Phänomen verlange eine entsprechende Mobilisierung, sagte der vatikanische Migrationsexperte Michael Czerny bei der Vorstellung der Handreichung am Donnerstag im Vatikan. Das Ziel sei „üble und sündige Unternehmung von Täuschung, Köderung, Unterjochung und Ausbeutung“ zu demontieren.

Czerny, Untersekretär der Sektion für Migranten und Flüchtlinge in der Vatikanbehörde für Entwicklungsfragen, nannte Menschenhandel in seinen unterschiedlichen Facetten ein komplexes, wandelbares Problem mit sehr unterschiedlichen Opfer- und Täterprofilen. Ein breiterer Ansatz beim Kampf gegen Menschenhandel sei gefordert. Um das Phänomen zu verstehen, gelte es, die Dynamiken und die beteiligten Personen zu identifizieren. Dazu zählten „wissend oder unwissend“ auch Konsumenten.

Spirituelle Begleitung

Papst Franziskus verlange ein Engagement der katholischen Kirche gegen Menschenhandel in jeder seiner Phasen, so Czerny. Dabei gehe es darum, die Menschen vor Täuschung zu schützen, Opfer zu finden und zu befreien und sie anschließend zu unterstützen.

Eine Rückführung in die Heimat dürfe nie unter Zwang erfolgen und müsse auch dort durch Wiedereingliederungshilfen begleitet werden. Weiter mahnt da Schreiben professionelle psychologische Standards beim Umgang mit den oft traumatisierten Menschen an. Auch eine spirituelle Begleitung und die „heilende Kraft des Glaubens“ müsse bei katholischen Hilfsangeboten im Blick bleiben.

Quelle: Radio Vatikan, ED Wien Nachrichten

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Modelle politischer Teilhabe für Arme und Bedürftige

Die päpstliche Akademie der Sozialwissenschaften denkt auf Anregung von Papst Franziskus über neue Modelle politischer Teilhabe für Arme und Bedürftige nach. Bei ihrer aktuellen Sitzung im Vatikan prüften die Angehörigen der Akademie unter Präsidenten Margaret Archer verschiedene Modelle. „Die meisten von uns haben begriffen, dass die Tage der alten sozialen Bewegungen heute vorbei sind“, referierte die britische Soziologin am Dienstag vor Journalisten im Vatikan. Sie würdigte die Grün-Bewegung als historisches Beispiel einer geglückten Integration von neuem, ökologischem Gedankengut in die Politik. Auch die katholische Kirche sei im politischen Bereich zuletzt „weise“ vorgegangen. „Europa bricht auseinander, siehe Brexit und Frexit, und das ist, was die Kirche getan hat: Sie versuchte in dieser Lage (mit dem Anliegen der politischen Teilhabe Armer, Anm.) keine Einflussnahme auf nationale Regierungen, sondern sie suchte den Schulterschluss mit internationalen Organismen wie der UNO oder der Internationalen Arbeitsorganisation ILO“. Auf diese Weise sei es etwa geglückt, das Ziel der Ausrottung von Menschenhandel und Zwangsarbeit in der „Agenda 2030“ festzuschreiben, die 17 UN-Ziele für eine bessere Welt auflistet. Weiterlesen

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Gefordert: Weltweite Ächtung von Organhandel

Vergangene Woche fand im Vatikan eine Konferenz der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften zum Thema Organhandel im Rahmen der Initiativen gegen Menschenhandel statt. Dabei wurden die Verantwortlichen weltweit zu schärferen Maßnahmen gegen Organhandel aufgerufen. „Die Verwendung der Organe hingerichteter Häftlinge und Geldzahlungen an Organspender oder die Hinterbliebenen verstorbener Organspender sollten als Verbrechen weltweit verurteilt und von der Justiz verfolgt werden.“ – war die Forderung der Teilnehmer der Konferenz, in ihrer Schlusserklärung. Weiterlesen

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Vatikan: Santa Marta Group

casamarta2In dieser Woche wird die so genannte Santa Marta Group erneut im Vatikan zusammen treffen und Papst Franziskus über die Fortschritte beim gemeinsamen Kampf gegen Menschenhandel informieren. Die Santa Marta Group wurde vor zwei Jahren im Vatikan gegründet, um die Anstrengungen von Polizei, Kirche und Sozialarbeitern im Kampf gegen Menschenhandel zu bündeln und somit schlagkräftigere Strategien gegen die Plage des Menschenhandels zu entwickeln. Weiterlesen

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