Gütesiegel

Fleisch – Handel

Rinder und Schweine werden im Akkord umgebracht (oder wie man sagt, geschlachtet) und zerlegt. Danach geht es zur Filetierung und wird nett und adrett auf Kunststofftassen in Cellophan eingeschweißt, in Kisten gepackt und landet „sauber“ in den Regalen der Supermärkte.

Jene, die dies bewerkstelligen, pendeln für den Job vielfach hunderte Kilometer quer durch Europa und leben wochentags zusammengepfercht (wie ihre Opfer vor der Schlachtung) auf engstem Raum in Massenquartieren. Bezahlt wird soviel, dass sich das Lohndumping für die Unternehmen rentiert, wovon dann noch überteuerte Unterkünfte, Geld für Messer und Arbeitskluft abgezogen werden. Wobei unbezahlte Überstunden und falsche Gehaltsabrechnungen im intransparenten Netzwerk der unzähligen Subfirmen System haben. – Den Kunden freut‘s, das Schnitzel kostet im Kilo nur € 5,99.- !!!
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Moderne Sklaverei – geht mich nichts an …

„Damit habe ich nichts zu schaffen, das berührt mich doch nicht“, werden sie sagen. Klingt doch irgendwie antik nach Barbarei aus längst vergangenen Jahrhunderten, nach römischem Imperium oder nach Schwarzafrikanern, die nach Amerika und in die Karibik verschifft wurden, um dort auf Plantagen zu schuften. „Das sind doch Geschichten aus längst vergangenen Tagen, so was gibt’s heute nicht mehr, ist längst abgeschafft!“ – Oder doch nicht? Real leben heute immer noch Millionen von Menschen auf allen Kontinenten in moderner Sklaverei – auch in Europa und wahrscheinlich auch in Österreich.

Egal wie man es auch dreht und wendet, der Großteil der Versklavten schuftet für die Verbraucher in den wohlhabenden Ländern. Deshalb sollte niemand hierzulande moderne Sklaverei als ein Problem vom anderen Ende der Welt abtun, oder glauben, man habe mit der Sache ja nichts zu tun: Viele Millionen Menschen weltweit arbeiten unter Zwang für die Bedürfnisse der modernen Konsumgesellschaften. Somit lässt praktisch jeder Verbraucher hier in Europa andere unter menschenunwürdigen Bedingungen für sich arbeiten und macht sich zum Komplizen der Ausbeuterei. Weiterlesen

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