Arbeitssklaven – harte Arbeit zum fast Nulltarif

Die Reportage des SWR geht der Frage nach, wie sog. neue Arbeitsmodelle das sozialstaatliche Gefüge in Europa unterwandert und zu immer mehr prekären Arbeistverhältnissen führt. Die ständige Unsicherheit, zwölf und mehr Stunden Arbeitstag auf der einen Seite, schlechteste bis teilweise keine Bezahlung auf der anderen Seite führen zu entsetzlichen Zuständen. Aber auch zu psychischen Krankheiten und „Burnout-Syndrom“.

Die Frage stellt sich, welche Zukunft wird damit verfolgt? Wem nützen die Lohndifferenzen, wem die Absage an die Wertarbeit?

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Smart & schmutzig – Die Kehrseite des Handygeschäftes

Fast jeder hat eines, viele nutzen es täglich, manche können ohne es nicht mehr leben. Wir reden von Handys und Smartphones. Was für die Einen einen großer Fortschritt im täglichen Leben bedeutet, hat für Andere  eine bittere Kehrseite. Insbesondere trifft dies auf Menschen zu, in denen diese elektronischen Helfer hergestellt werden – auch mittels Kinderarbeit und manchmal unter sklavenähnlichen Zuständen. Dafür ist der Gewinn für die Firmen atemberaubend und der Kunde ist gerne bereit, für seine Begierde und sein Image mehrere hundert Euro oder Dollar auf den Ladentisch zu legen. Davon sehen die Menschen, die in der Herstellung arbeiten, so gut wie nichts. Die Doku „Smart und schmutzig“ geht dem fragwürdigen Geschäft mit den Handys nach.

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Die grüne Lüge

Wem oder was kann man noch trauen?

Viele von uns möchten durch das eigene Konsumverhalten einen Beitrag zu einer besseren Welt leisten. Doch nachhaltiger Konsum ist nicht so einfach, und entpuppt sich mehr und mehr zu einer Chimäre. Dazu hat Werner Boote gemeinsam mit Autorin Kathrin Hartmann einen neuen Dokumentarfilm mit dem Namen: „The Green Lie“ gedreht, der ab März in den Kinos zu sehen sein wird. Demnach führen uns Konzerne und Händler mit Begriffen wie „nachhaltig“ und „grün“ an der Nase herum und machen damit gute Geschäfte. Auch auf Marken wie „FairTrade“ oder „UTZ“ usw., ist nicht immer Verlass und diese garantieren nicht, dass die damit bezeichneneten Produkte frei von Menschenrechtsverletzungen, unsauberer Produkteion, usw. sind
Ein Film der der Frage nachgeht, was oder wem man noch glauben kann/darf und in wie weit wir selber eine Kontrolle über die von uns gebrauchten Güter haben. Ein Film zum Nchdenken und zum Aufstehen gegen Irreführung und Ungerechtigkeit.

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Sklavenarbeit in Niederösterreich – heute…?

Ja, leider, die gibt‘s wirklich!!! Wie der Fall einer Erntehelferin zeigt, ist diese durch lange Arbeitszeiten, zu wenig Lohn und eine unwürdige Unterkunft gekennzeichnet. Nun erhebt die Erntearbeiterin schwere Vorwürfe gegen ihren Arbeitgeber. Wie jedes Jahr kommen Menschen aus verschiedenen Ländern, wie etwa der Slowakei, Bulgarien und Rumänien, um auf den feldern Niederösterreichs bei der Ernte zu helfen und sich so ihren Lebensunterhalt im Heimatland zu verdienen. Wie die Verhältnisse dieser modernen Sklaven bei uns sind, schildert die Erntehelferin in einem Artikel im Standard. Das Bild und Videomaterial sagt dabei mehr als die berühmten tausend Worte: an den Wänden Schimmel, Geschirr, Kochtöpfe und Wasserflaschen liegen herum. Kleidungsstücke quellen aus den Kästen, hängen auf den Betten, sind auf den Sesseln drapiert. Im ohnehin viel zu kleinen Raum stehen außerdem noch zwei Kühlschränke. An erholsamen Schlaf nach schwerer Arbeit also kaum zu denken.

Ja – kontrolliert denn das niemand, das kann doch bei uns in Mitteleuropa nicht möglich sein, sagen die meisten Leute. Doch, denn die zuständige Kontrollinstanz für landwirtschaftliche Betriebe in Niederösterreich, die Landwirtschafts- und Forstinspektion, zeigt in ihrem Tätigkeitsbericht aus dem Jahr 2016 411 sogenannte Betriebsstätten-Übertretungen auf, wobei 15 davon das Arbeitsvertragsrecht betrafen. Jeweils eine Beanstandung galt dem Thema „Entgelt und Urlaub“ und dem Thema „Dienstvertrag“, fünf Beschwerden gab es zu Unterkünften und acht hinsichtlich der Aufzeichnungspflichten. Die Behörde erteilte in allen 411 Fällen Aufträge zur Herstellung des rechtmäßigen Zustands. Doch in keinem einzigen Fall wurde von der Behörde ein Sofortbescheid, ein Strafantrag oder eine Strafanzeige veranlasst. Zum gegenständlichen Fall will sich die Inspektion jetzt nicht äußern.

Doch ist es nur die Behörde, die hier ihrer Pflicht zu wenig nachgekommen ist? Liegt es nicht vielleicht auch an unserer generellen Einstellung, über die Gewinnmaximierung und -optimierung darauf zu vergessen bzw. einfach zu übersehen, dass dadurch Menschen ausgebeutet, erniedrigt und in unwürdige Zustände gepresst werden? Ist es wirklich notwenidig, das solche Zustände heute noch, hier ganz in der Nähe, passieren?

Quelle: Der Standard 30.11.2017

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Menschenhandel mit Flüchtlingen

Der nachfolgende Bericht von CNN zeigt die realen Zustände in Lybien. Es als Hölle zu bezeichnen klingt fast schon als Hohn. Fassungslos muss/kann man mitansehen, wie schon lange überwundene Szenen des Menschenverkaufs  heute stattfinden.

Obwohl die Vermutung schon seit Jahren besteht und auch fallweise ihre Bestätigung fand, dauerte es bis jetzt, dass eine breitere Öffentlichkeit auf diesen unerträglichen Missstand aufmerksam wurde. Bereits im April hatte die Internationale Organisation für Migration (IOM) von Sklavenmärkten im Süden des Landes in Sabha berichtet, wo vor allem Migranten aus Gambia, Nigeria und Ghana von bewaffneten Gruppen ausgebeutet, festgehalten und zum Teil zum Preis von 200 bis 450 Euro weiterverkauft würden. Die IOM schätzt, dass sich derzeit zwischen 700.000 und einer Million Migranten in Libyen vor allem aus subsaharischen Ländern, aber auch aus Nordafrika aufhalten. Viele von ihnen kamen eigentlich nach Libyen, um im nordafrikanischen Ölstaat zu arbeiten. Nun wollen sie wegen den chaotischen Zuständen wieder zurück in die Heimat, so berichten auch andere Hilfsorganisationen. Doch würden sie festgenommen, um die Verwandten zu erpressen. Oder aber eben, um auf einer Auktion versteigert zu werden.

Quelle: IOM, APA 19.11.2017

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