Sekten und unfreiwilliger Sex

Das es in Sekten und sektenähnlichen Gruppierungen manchmal zu unfreiwilligem Sex bzw. sexueller und Arbeits-Ausbeutung kommt, sollte eigentlich hinlänglich bekannt sein. Ein weiterer Fall in dieser Reihe wurde nun bekannt, indem die US-Schauspielerin Allison Mack, bekannt aus der US-Fernsehserie „Smallville“, wegen des Verdachts auf Menschenhandel festgenommen worden. Der 35-Jährigen, die in Deutschland geboren wurde, wird vorgeworfen, Frauen für eine angebliche Selbsthilfegruppe rekrutiert zu haben, in der sie zum Sex mit deren Anführer gezwungen worden seien. Dies teilte der New Yorker Staatsanwaltschaft mit. Die Opfer seien sowohl sexuell als auch durch ihre Arbeit ausgebeutet worden. Anführer der Sekte sei Keith Raniere. Viele Mitglieder der ansonsten nur aus Frauen bestehenden Organisation hätten ein Brandzeichen mit seinen Initialen getragen.

Pyramidenspiel der anderen Art

Keith Raniere wurde im März unter dem Vorwurf des Sexhandels in Mexiko festgenommen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft baute er in den vergangenen 20 Jahren eine Reihe angeblicher Selbsthilfeprogramme innerhalb seiner Dachorganisation namens Nxivm (ausgesprochen Nexium) auf und betrieb Einrichtungen in den USA, Mexiko, Kanada und Südamerika. Dabei kosteten die Kurse jeweils mehrere tausend Dollar und die Teilnehmerinnen wurden dazu ermutigt, für Zusatzkurse zu zahlen und andere Mitglieder zu werben, um innerhalb der Organisation aufzusteigen.

Quellen: CBS-News, The Guardian, Tagespiegel, ORF

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Paketzusteller – ein Sklavenjob, den jeder sieht …

Die Paketzustellung ist am „freien Markt“ fest in Händen von einigen großen Playern. DHL, UPS, DPD, GLS usw. geben hier den Ton an, doch sog. „Outsourcing“ und damit weiteres Lohndumping dur Sub-Unternehmer ist auch hier mehr oder weniger die Regel – der Stundenlohn ist vielfach bei unter 5 Euro angesiedelt. Arbeitszeiten von 55 und mehr Wochenstunden die Regel. Mit Zunahme des Onlinehandels nehmen auch die Paketzustellungen zu – und damit die Ausbeutung der hier Beschäftigten. Die Undercover-Doku zeigt die Realität aus Sicht des Zustellers:

Im zweiten Teil gibt es zwar einige Wiederholungen aus dem ersten Teil, doch kommen nun noch mehr Hintergrundinformationen zu Tage. Insbesondere das „Böse B-Wort“ = die Frage nach dem Betriebsrat, die schlußendlich zu Kündigung führt, sowie nicht umgesetzte „Verbesserungen“ geben ein grausames Bild einer boomenden Branche.

Allein nun zu sagen, dann soll man nichts im Internet bestellen, kann nicht die Lösung sein. „Consumer Action“ kann einiges bewirken, doch nur im Verein mit anderen Aktionen. Es ist insbesondere zu hinterfragen, welche Gewinnmargen hier dahinter stecken. Denn allein wenn der Service mehr für den Kunden kostet, heißt das noch lange nicht, dass sich die Situation für die „Angestellten“ verbessert. Insbesondere die Anwendung bzw. Zulassung von Subunternehmen ist in Frage zustellen und unter welchen Bedingungen für die Arbeitnehmer sie ihre Dienste anbieten. Solange einzig und allein der Gewinn, und damit das Auspressen des Arbeitnehmers, als oberste Maxime gilt, wird sich wenig ändern – egal ob wir nun Schokolade, Zitronen, Gurken oder Elektronik, Bücher oder sonst etwas kaufen. Die Wirkliche Schuld liegt am System und diese kann nur durch politisches Handeln geändert werden. Dazu braucht es ausreichend Druck aus der Gesellschaft!

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Modern Slavery – Europa schaut zu

Das moderne Sklaverei in Europa weiter verbreitet ist als vielfach angeneommen, dieser Wahrheit ist die investigative Nachrichtenschiene von ARTE nachgegangen und hat folgenden Beitrag recherchiert:

In der zweiten Geschichte der Doku geht es um den Einsatz von Chemie auf den Feldern Europa’s. Auch hier sind die modernen Lohnsklaven oft ganz nahe am Geschehen mit entsprechenden Auswirkungen auf ihre Gesundheit.

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Arbeitssklaven – harte Arbeit zum fast Nulltarif

Die Reportage des SWR geht der Frage nach, wie sog. neue Arbeitsmodelle das sozialstaatliche Gefüge in Europa unterwandert und zu immer mehr prekären Arbeistverhältnissen führt. Die ständige Unsicherheit, zwölf und mehr Stunden Arbeitstag auf der einen Seite, schlechteste bis teilweise keine Bezahlung auf der anderen Seite führen zu entsetzlichen Zuständen. Aber auch zu psychischen Krankheiten und „Burnout-Syndrom“.

Die Frage stellt sich, welche Zukunft wird damit verfolgt? Wem nützen die Lohndifferenzen, wem die Absage an die Wertarbeit?

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Smart & schmutzig – Die Kehrseite des Handygeschäftes

Fast jeder hat eines, viele nutzen es täglich, manche können ohne es nicht mehr leben. Wir reden von Handys und Smartphones. Was für die Einen einen großer Fortschritt im täglichen Leben bedeutet, hat für Andere  eine bittere Kehrseite. Insbesondere trifft dies auf Menschen zu, in denen diese elektronischen Helfer hergestellt werden – auch mittels Kinderarbeit und manchmal unter sklavenähnlichen Zuständen. Dafür ist der Gewinn für die Firmen atemberaubend und der Kunde ist gerne bereit, für seine Begierde und sein Image mehrere hundert Euro oder Dollar auf den Ladentisch zu legen. Davon sehen die Menschen, die in der Herstellung arbeiten, so gut wie nichts. Die Doku „Smart und schmutzig“ geht dem fragwürdigen Geschäft mit den Handys nach.

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Kommende Veranstaltungen

Es gibt derzeit keine bevorstehenden Veranstaltungen.

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