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Krieg in der Ukraine II

Mafia verdient an Menschenhandel, Prostitution und illegalen Adoptionen

Besonders lukrativ verspricht der Menschenhandel zu werden, bei dem die italienischen Mafia-Clans seit langem mit der russischen und ukrainischen Mafia zusammenarbeiten. Junge Ukrainerinnen, die mit ihren kleinen Kindern vor dem Krieg fliehen, drohen zur leichten Beute der kriminellen Organisationen zu werden: Diese verhelfen den Frauen zur Flucht, um sie nachher zur Prostitution zu zwingen, ihnen die Kinder wegzunehmen und diese illegal als Adoptivkinder an italienische Paare zu verkaufen.

„Bereits heute haben wir von hunderten geflohenen ukrainischen Frauen und ihren Kindern keine Spur mehr“, berichtet Federico Fossa vom Uno-Flüchtlingshochkommissariat UNHCR der Zeitung „La Repubblica“. Ob diese bereits „im schwarzen Loch“ von Prostitution und illegaler Adoption verschwunden seien, lasse sich derzeit nicht mit Sicherheit sagen. Das UNHCR und die Kinderschutzorganisation Save the Children fordern jedenfalls zur Sicherheit ein umgehendes Moratorium auf Adoptionen in ganz Europa.

Krieg in der Ukraine I

Der Menschenhandel geht um …

Wir erleben gerade die schlimmste humanitäre Katastrophe seit dem Zweiten Weltkrieg. All die Schicksale, die betroffenen Menschen, ob Kinder, Frauen, Männer, Alte oder Kranke, aber auch die Haustiere und die Landwirtschaft – einfach das ganze Leben selbst – es ist schwer dafür überhaupt die richtigen Worte zu finden. Die vielen Facetten der Gewalt und Zerstörung, die physischen und psychischen Schäden für Hunderttausende sind noch gar nicht absehbar. Und unter all dem Chaos machen sich die Menschenhändler dreist an ihr kriminelles Werk.

Bei vielen fachspezifischen NGO’s in Europa schrillen die Alarmglocken. Erste Berichte von den unzähligen Fluchtruten lassen Böses erahnen. Dort wo es um das nackte Überleben geht, setzt der rationale Verstand bei manchen aus.

„Es sind meistens Frauen, Frauen mit Kindern, ältere Menschen, die tagelang gegangen sind, die stundenlang gewartet haben, die ihre Familie zurückgelassen haben in der Ukraine, ihre Männer sind geblieben und befinden sich in Gefahr. Die Menschen sind unter Schock. Sie haben schreckliche Situationen erlebt und leiden unter Stress und Trauma. Es ist verständlich, dass sie Angst haben.“ berichtet Andrea Najvirtova von der Hilfsorganisation People in Need

Menschen werden leichter psychisch verwundbar, weil sie vom Stress überfordert sind. Erst eine überteuerte Mitfahrgelegenheit, dann eine „sichere“ Unterkunft und am Schluss sexualisierte Gewalt. Die Spirale des Menschenhandels hat durch den Krieg in der Ukraine einen neuen, gewaltigen Antrieb bekommen. Continue Reading

8. Februar 2022 – eine Nachlese

Heute schweigen wir nicht!

Am internationalen Reflexions- und Gebetstag gegen Menschenhandel versammelten sich gestern, am 8. Februsr 2022, viele Menschen bei Feierlichkeiten – in real und über das Internet. Die noch immer anhaltende CoVid-Welle hinterlies zwar ihre Spuren. Dennoch war es für viele Menschen wichtig, hier ein Zeichen zu setzen und sich mit den Opfern von Menschenhandel solidarisch zu erklären. Nur das stetige Bewusstsein, dass dies alles rund um uns passiert und in irgendeiner Weise jeden und jede betrifft, kann helfen, nachhaltige Gegenstrategien zu entwickeln.

Damit jene, die gestern vielleicht nicht die Möglichkeit hatten, an einer solchen Veranstaltung teilzunehmen, hier eine Nachschau der Veranstaltung im Dom von Linz:

Leihmutterschaft ist Kinderhandel

In ihrem Gastkommentar in der Zeitung „Der Standard“ beschreibt Eva Maria Bachinger1 die oft übersehenen negativen Auswirkungen der Leihmutterschaft. Diese in immer mehr Staaten zu erlauben ist kein Fortschritt, eher das Gegenteil ist der Fall: Es ist ein zivilisatorischer Rückschritt. Die Befürworter sollten sich an die UN-Kinderrechtskonvention erinnern, wo klar vermerkt ist, dass jedes Kind das Recht hat, nicht gegen Geld gehandelt zu werden – egal zu welchem Zweck. Die Leihmutterschaft öffnet somit Tür und Tor für den Kinderhandel.

 

Leihmutterschaft: Kinderhandel für den guten Zweck

 

1Eva Maria Bachinger ist Journalistin und Autorin, unter anderem "Kind auf Bestellung. Plädoyer für klare Grenzen" (Deuticke, 2015).

Schokolade bleibt bitter …

Nikolaus und Krampus sind Tage, an denen eine Menge Schokolade vom Handel abgesetzt wird. Nachdem schon seit geraumer Zeit bekannt ist, dass das Geschäft mit der Schokolade insbesondere für die Bauern und Erntehelfer (nicht selten Kinder!!!) ein eher bitteres ist, hat sich Julia Beirer die derzeitige Situation angesehen und sich in der Branche ein wenig umgehört. Obwohl unabhängige Zertifikate eine nachvollziehbare Lieferkette und gerechtere Einkommen garantieren sollen, setzen einige Hersteller bewusst auf (fragwürdige) Eigenzertifikate. Wieviel die Zertifikate insgesamt wert sind, bleibt somit bis dato eine Grauzone – mit einem bitteren Nachgeschmack für alle, die Schokolade genießen wollen.

Was der Schokonikolo mit Kinderarbeit zu tun hat