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Leihmutterschaft ist Kinderhandel

In ihrem Gastkommentar in der Zeitung „Der Standard“ beschreibt Eva Maria Bachinger1 die oft übersehenen negativen Auswirkungen der Leihmutterschaft. Diese in immer mehr Staaten zu erlauben ist kein Fortschritt, eher das Gegenteil ist der Fall: Es ist ein zivilisatorischer Rückschritt. Die Befürworter sollten sich an die UN-Kinderrechtskonvention erinnern, wo klar vermerkt ist, dass jedes Kind das Recht hat, nicht gegen Geld gehandelt zu werden – egal zu welchem Zweck. Die Leihmutterschaft öffnet somit Tür und Tor für den Kinderhandel.

 

Leihmutterschaft: Kinderhandel für den guten Zweck

 

1Eva Maria Bachinger ist Journalistin und Autorin, unter anderem "Kind auf Bestellung. Plädoyer für klare Grenzen" (Deuticke, 2015).

Schokolade bleibt bitter …

Nikolaus und Krampus sind Tage, an denen eine Menge Schokolade vom Handel abgesetzt wird. Nachdem schon seit geraumer Zeit bekannt ist, dass das Geschäft mit der Schokolade insbesondere für die Bauern und Erntehelfer (nicht selten Kinder!!!) ein eher bitteres ist, hat sich Julia Beirer die derzeitige Situation angesehen und sich in der Branche ein wenig umgehört. Obwohl unabhängige Zertifikate eine nachvollziehbare Lieferkette und gerechtere Einkommen garantieren sollen, setzen einige Hersteller bewusst auf (fragwürdige) Eigenzertifikate. Wieviel die Zertifikate insgesamt wert sind, bleibt somit bis dato eine Grauzone – mit einem bitteren Nachgeschmack für alle, die Schokolade genießen wollen.

Was der Schokonikolo mit Kinderarbeit zu tun hat

„Facebook Papers“: Menschenhandel und mehr …

Unzählige interne Dokumente des Social-Media-Giganten Facebook geben Einblick in die inneren Abläufe des Unternehmens. 17 US-Medien haben diese sogenannten „Facebook Papers“ ausgewertet und berichten über das Versagen Facebooks, schädliche, hetzerische oder verbrecherische Inhalte zu unterbinden. Vielfach wurden diese sogar bewusst geduldet, um das Wachstum des Unternehmens nicht zu gefährden, wie aus Berichten hervorgeht.

Dem Sender CNN liegt ein interner Facebook-Bericht vor, wonach „bei der Erkennung von Unternehmen auf der Plattform, die im Bereich der Zwangsdienstbarkeit tätig sind, immer noch Lücken bestehen“. Darin wird auch detailliert beschrieben, wie Facebook, Instagram und Co. von Menschenhändlern zur Rekrutierung sowie dem Kauf und Verkauf von Menschen genutzt worden sein soll. Continue Reading

Liberalisierung im Handel – Menschenhandel?

Die Theologin Michaela Quast-Neulinger schreibt in einem Gastkommentar im Standard über die immer wiederkehrende Debatte über die Liberalisierungen im Handel. Sie spricht von einer „gnadenlosen Kapitalisierung menschlicher Arbeitskraft“, und diese grenzt schon ganz schön am Menschenhandel. Überhaupt, wenn man die Gesinnung dahinter bedenkt, dass der Mensch nur mehr als „Humankapital“ gesehen wird, das es möglichst effizient einzusetzen gilt.

Ausverkauf des Menschen

Quelle: Der Standard vom 26.06.2021

Missbrauch von Hausangestellten durch UN-Diplomaten in Genf

Pakistanischen Diplomaten sollen philippinische „Angestellte“ zum Teil seit mehr als 20 Jahren teilweise ohne Bezahlung für sich arbeiten gelassen haben. Nun sind diese „Angestellten“ an die Öffentlichkeit getreten und haben den Missbrauch bei der Genfer Staatsanwaltschaft angezeigt.

„Sechs Hausangestellte kamen im März über ein Kollektiv von Migranten ohne Papiere zu uns“, sagte Mirella Falco von der branchenübergreifenden Gewerkschaft SIT am Donnerstag vor Medienschaffenden in Genf. Diese Frauen hätten die Philippinen verlassen, weil ihnen die pakistanische Uno-Botschaft ein menschenwürdiges Leben in Genf mit einem Gehalt, einem Dach über dem Kopf und Sozialversicherung versprochen habe. Continue Reading