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Category: Politik

„Facebook Papers“: Menschenhandel und mehr …

Unzählige interne Dokumente des Social-Media-Giganten Facebook geben Einblick in die inneren Abläufe des Unternehmens. 17 US-Medien haben diese sogenannten „Facebook Papers“ ausgewertet und berichten über das Versagen Facebooks, schädliche, hetzerische oder verbrecherische Inhalte zu unterbinden. Vielfach wurden diese sogar bewusst geduldet, um das Wachstum des Unternehmens nicht zu gefährden, wie aus Berichten hervorgeht.

Dem Sender CNN liegt ein interner Facebook-Bericht vor, wonach „bei der Erkennung von Unternehmen auf der Plattform, die im Bereich der Zwangsdienstbarkeit tätig sind, immer noch Lücken bestehen“. Darin wird auch detailliert beschrieben, wie Facebook, Instagram und Co. von Menschenhändlern zur Rekrutierung sowie dem Kauf und Verkauf von Menschen genutzt worden sein soll. Continue Reading

Missbrauch von Hausangestellten durch UN-Diplomaten in Genf

Pakistanischen Diplomaten sollen philippinische „Angestellte“ zum Teil seit mehr als 20 Jahren teilweise ohne Bezahlung für sich arbeiten gelassen haben. Nun sind diese „Angestellten“ an die Öffentlichkeit getreten und haben den Missbrauch bei der Genfer Staatsanwaltschaft angezeigt.

„Sechs Hausangestellte kamen im März über ein Kollektiv von Migranten ohne Papiere zu uns“, sagte Mirella Falco von der branchenübergreifenden Gewerkschaft SIT am Donnerstag vor Medienschaffenden in Genf. Diese Frauen hätten die Philippinen verlassen, weil ihnen die pakistanische Uno-Botschaft ein menschenwürdiges Leben in Genf mit einem Gehalt, einem Dach über dem Kopf und Sozialversicherung versprochen habe. Continue Reading

Schluss mit geschlechtsspezifischer Gewalt am Arbeitsplatz!

Millionen Frauen überall auf der Welt teilen die Erfahrungen, aufgrund ihres Geschlechts am Arbeitsplatz verschiedenster Art von Gewalt und Unterdrückung ausgesetzt zu sein. 80% der befragten Arbeiterinnen in Textilfabriken in Bangladesch haben sexuelle Gewalt und Belästigung am Arbeitsplatz erlebt oder beobachtet.

Mehr als 120 Frauen in Textilfabriken in Lesotho sagen, dass sie von ihren Vorgesetzten sexuell missbraucht wurden. Einige geben an, dass sie auf dem Gelände der Fabrik vergewaltigt wurden. Diese Frauen sind keinesfalls die Ausnahme.

Aber in wenigen Wochen können wir alle dazu beitragen, ein bahnbrechendes Abkommen ins Leben zu rufen, das Frauen überall vor Gewalt am Arbeitsplatz schützen könnte!

Sechs Länder haben ihm schon zugestimmt, aber wir brauchen mehr Unterstützung, um es weltweit zum Gesetz zu machen. Lassen Sie uns diesen dringenden Aufruf direkt an die Vertreter:innen wichtiger Länder wie Spanien und Argentinien übergeben, bevor sie sich zu einem globalen Gipfel für Frauenrechte treffen. Wir können dafür sorgen, dass die ganze Welt aufhorcht.

Klick hier und unterschreibe auch Du die Petition von AVAAZ!

2030: Schluss mit der Obdachlosigkeit in der EU

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Schaut man sich ein wenig um, in den weniger gut ausgeleuchteten Ecken der Städte, dann kann man sie erkennen, die Ausgestoßenen, die Verlierer der Konsumgesellschaft, die Heim- und Obdachlosen, die unter Brücken, in Nischen, oder sonst wo auf der Straße leben müssen. Wie viele es EU weit sind kann man nur schätzen. Wahrscheinlich ist es nur wenigen bewusst, dass die EU eine entsprechende Gesetzesinitiative gegen die Obdachlosigkeit gestartet hat. In einer Entschließung vom 23. November 2020 ruft das Europäische Parlament die EU und die Mitgliedstaaten auf, Obdachlosigkeit in der Union bis 2030 zu beenden. Darin sprechen sich die EU-Abgeordneten für einen europäischen Rahmen für nationale Strategien zur Bekämpfung von Obdachlosigkeit aus. Außerdem rufen sie die Mitgliedstaaten auf, Obdachlosigkeit zu entkriminalisieren und auch weiterhin Finanzmittel zu mobilisieren, um das Problem dringend anzugehen.

Das Parlament erinnert daran, dass Wohnen ein grundlegendes Menschenrecht ist. Dennoch sind jede Nacht über 700.000 Menschen in Europa obdachlos. Somit ist die Zahl der Obdachlosen in der EU in den letzten 10 Jahren um mehr als 70 Prozent gestiegen. In Österreich betrug die Zahl der Obdachlosen 2017 um 21 Prozent mehr als noch 2008. In Deutschland wird von einer Zunahme von 64,8 Prozent zwischen 2006 und 2016 ausgegangen.

Nicht wenige dieser Menschen werden bzw. sind auch Opfer des Menschenhandels. Entweder werden sie zu „verfügbaren und verwertbaren Material“, weil sie ihre Wohnung und bisherige Erwerbsquelle verloren haben, oder sie sind „menschlicher Restmüll“, entsozialisiert und gebrochen.

Dass dies in unserer Gesellschaft überhaupt passiert, dass wir Leute auf die Straße jagen, ohne uns rechtzeitig darum zu kümmern, ist die Schande. Es gibt kaum Auffangmechanismen, die in Anspruch genommen werden können, damit die „Endstation Straße“ nicht eintritt. Und es betrifft nicht selten auch Familien und Alleinerzieherinnen – und damit Kinder.

„Selber schuld, nichts gelernt, hast halt nicht aufgepasst“, usw., sind so gängige Reaktionen der Gesellschaft, wenn sie mit Betroffenen konfrontiert wird. – Alles Blödsinn. – Ja, manche haben Schuld am eigenen Niedergang, aber auch diese könnte man noch rechtzeitig vor dem Totalabsturz auffangen. Andere wiederum kommen plötzlich und unverschuldet unter die Räder, weil ein Krankheits- oder Todesfall, eine Scheidung, ein Arbeitsplatzverlust, usw. eintritt. Aber immer mit dem selben Effekt – wohnen im nirgendwo.

Der Gedanke drängt sich auf, dass es vielleicht einfach mehr Vinzi-Containerdörfer oder ähnliches geben sollte. Die Fugger etwa waren eine super-reiche Kaufmannsfamilie am Ende des Mittelalters. In ihrer Heimatstadt Augsburg kann man noch heute die Armensiedlung besuchen. Es war und ist eine Einrichtung, um Leuten wieder auf die Füße zu helfen, die vor dem Nichts stehen. Es würde unser Wohlstandsgesellschaft sehr anstehen, dafür zu sorgen, dass solche Einrichtungen zum Standard werden – alsbaldigst und überall!

Obdachlosigkeit muss ein NO GO in der EU werden!

Quelle: EU- Parlament