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Category: Frauenhandel

DE: Strafen für Freier von Zwangsprostituierten

Einem Bericht auf Zeit-online zufolge versucht Deutschland die Zwangsprostitution nun mit der Betsrafung der Freier einzudämmen:

Freier von Zwangsprostituierten müssen künftig mit Freiheitsstrafen von drei Monaten bis zu fünf Jahren rechnen. Das sieht ein Gesetzentwurf vor, den das Bundeskabinett beschlossen hat. Die Strafandrohung gilt für Fälle, in denen die persönliche oder wirtschaftliche Zwangslage oder die Hilflosigkeit einer Person ausgenutzt wird. Zuhältern von Zwangsprostituierten drohen Strafen von bis zu zehn Jahren. Damit wird eine EU-Richtlinie zur Verhütung und Bekämpfung des Menschenhandels umgesetzt.

-heißt es in einem Artikel des Onlinemagazins zeit@online. Ob sich dadurch an der Situation etwas grundlegend ändert, darüber gehen die Meinungen ziemlich auseinander und sorgen für Diskussion, wie sich schon allein aus den Postings im Anhang zum Artikel ablesen lässt. Strafandrohung allein hat auch in anderen Verbrechenssparten nur marginal zu einer Verbesserung geführt, wenn nicht gleichzeitig begleitende Maßnahmen bei der Exekutive gesetzt wurden. Es bleibt also abzuwarten, wie sich die Situation weiter entwickeln wird.

Initiative STOPP SEXKAUF

Am Donnerstag, den 18. Februar 2016 präsentierte die Initiative „Stopp Sexkauf“ in einer Pressekonferenz in der schwedischen Botschaft in Wien ihre Forderung nach einer radikale Reformen der Prostitutions-Gesetzgebung. Die Plattform, in der auch Ordensfrauen beteiligt sind, will sich an das nordische Modell orientieren, in dem Sexkauf unter Strafe gestellt würde und in dem nicht die Prostituierten, sondern die Freier gesetzlich belangt würden.

Lesen sie mehr auf ordensgemeinschaften.at

Teeproduktion und Menschenhandel

Tee_(320_x_240)Wie sehr eigentlich jeder von uns in Formen von Menschenhandel verstrickt ist, zeigt ein Artikel über die Teeproduktion in Assam/Indien → siehe unten. Obwohl es schon seit 1951 Gesetze zum Schutz der ArbeiterInnen gibt, werden diese so gut wie nicht beachtet. Kinder und Angehörige bestimmter Volksgruppen werden wie Sklaven gehalten. Ein erneuter Aufruf, sich einmal mehr Gedanken zu machen, woher die Güter unseres täglichen Bedarfs stammen und unter welchen Bedingungen sie produziert werden – aber ebenso unser Kaufverhalten zu überdenken. Doch Achtung, allein ein höherer Preis , eine bekannte Marke, u. ä. sagt noch nicht, dass auch die Situation der Arbeiter bzw. die Produktion nachhaltiger, umweltgerechter, etc. ist. Dazu bedarf es vielmehr der Kontrolle durch wirklich unabhängige Organisationen.

Im Kosmos des indischen Teegartens eingesperrt