Wien

Im Kino: Angelo Soliman

Angelo Soliman in einer zeitgenössischen Darstellung

Da sind Lebensgeschichten, die so unfassbar klingen als dass man sich vorstellen könnte, dass sie sich großteils in der eigenen Heimatstadt abgespielt haben. Angelo Solimans Geschichte ist so eine: Er wurde als Kind in Afrika gefangen genommen, Sklavenhändlern verkauft und nach Europa gebracht. Hier wurde er als kaiserlicher Diener zum angesehen Teil der Wiener High-Society, umgab sich mit Leuten wie Mozart und wurde Mitglied der Freimaurer – bevor er im Tod letztendlich gehäutet und ausgestopft im Museum des Kaisers – dem Vorläufer des heutigen Naturhistorischen Museums – als „Wilder“ ausgestellt wurde.

Angelo Solimans Leben ist weit besser dokumentiert, als das von irgendeinem anderen Nicht-Europäer im Österreich des 18. Jahrhunderts. Eigentlich ist seine Geschichte schon oft erzählt worden – 2011 widmete ihm das Wien Museum sogar eine ganze Ausstellung. Aber auch, wenn er als Teil der Wiener Stadtmythologie gilt, ist sein Name den meisten Wienern heute kein Begriff mehr. Und das, obwohl seine Geschichte viel über das Österreich jener Zeit und den Umgang mit vermeintlich Fremden verrät. Dieser Umgang zeigt sich in Zügen da und dort auch noch im 21. Jahrhundert, man sollte es nicht glauben.

Angelo ist nun ein Historienfilm von Markus Schleinzer, der am 8. September 2018 im Rahmen des Toronto International Film Festivals seine Weltpremiere feierte und Ende des Monats beim Festivals Internacional de Cine de San Sebastián gezeigt wurde. Der österreichische Kinostart erfolgte am 9. November 2018. Die österreichisch-luxemburgische Koproduktion orientiert sich an der Biografie des nach Wien verschleppten Afrikaners.

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Papstbotschaft: Schluss mit Menschenhandel

Es ist nun an der Zeit, dem Handel mit Menschen ein Ende zu setzen, der eine schlimme Form der Sklaverei und eine abscheuliche Plage darstellt. Zeilen von  Papst Franziskus in einer Botschaft an die 17. OSZE-Konferenz gegen Menschen- und Kinderhandel, die derzeit in Wien tagt. Die Botschaft wurde durch den Untersekretär der Sektion Migration und Flüchtlinge des Dikasteriums für ganzheitliche Entwicklung des Menschen, Jesuitenpater Michael Czerny, verlesen. Die Sektion wird durch Papst Franziskus selbst geleitet. Weiterlesen

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Nichts zu verlieren …!!!

Ein Beitrag der Sendung Thema bringt die Problematik und den Zusammenhang zwischen Drogen – und Menschenhandel auf den Punkt. Die Drogenhändler, welche uns auf der Straße begegnen, sind selbst Opfer – nämlich Opfer von Menschenhandel. Es sind Menschen, die selbst schon unvorstellbares erlebt haben und nun keine Perspektiven mehr sehen. Menschen, die wirklich nichts mehr haben, was sie noch verlieren könnten – außer ihr Leben. Sie sind eine leichte Beute für kriminelle Organisationen, die mit ihnen große Gewinne machen, ohne selbst dafür einen größeren Aufwand leisten zu müssen. Das Ganze geschieht nicht irgendwo, sondern direkt vor unseren Augen, in den Städten Europas- und auch mitten in Wien.

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