Flüchtlinge

Vogelfrei durch die Hölle – minderjährige Flüchtlinge in Europa

Griechenland, Einfahrt zum ehemaligen Athener Flughafen Ellinikon: Eine junge afghanische Mutter sucht nach frischer Luft und Abwechslung. Der ständige Lärmpegel und der beengte Platz in der ehemaligen Ankunftshalle bewirkt Stress. Die junge Frau ist müde, doch sie hat ihre beiden Kinder ständig im Blick: die vierjährige Tochter, die mit einem Kugelschreiber auf einem Blatt Papier Kreise malt, und den zweijährigen Sohn, der sich mit Verstecken spielen die Zeit vertreibt. Seit einem Jahr und zwei Monaten lebt – oder besser vegetiert sie hier. Sie zählt die Tage und Wochen in dem verfallenen Flughafen.

Etwa eintausend Flüchtlinge – Erwachsene wie Kinder – sind in Zelten in der Ankunftshalle des ehemaligen Flughafens und in zwei Stadien untergebracht, die auf dem weiten Gelände von Ellinikon für die Olympischen Sommerspiele 2004 errichtet worden waren. Seither sind diese Gebäude dem Verfall preisgegeben. Ellinikon war nur als Provisorium für die Flüchtlinge gedacht, als Notunterkunft, nachdem Österreich und die Balkanländer Anfang 2016 ihre Grenzen dichtgemacht und der Flüchtlingsstrom sich in Griechenland staut.

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Zuerst Flüchtlinge – jetzt Sklaven

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Das Los Flüchtling zu sein ist eines, um das einem sicher niemand beneiden muss – auch wenn manche postings in unseren Medien oft anderes vorgeben. Die Wirklichkeit hinter manch schöner Fassade, ist eher ein Blick in den Abgrund, wie der Artikel „Die EU hat die Türkei als offenes Gefängnis gemietet“ auf DIE ZEIT-online“ berichtet.

Demnach schlagen sich 90 Prozent der syrischen Flüchtlinge in der Türkei in Städten und Dörfern irgendwie durch – von irgendeiner „staatlichen“ Unterstützung somit keine Spur. Basmane, ein Stadtteil von Izmir, ist ein Arbeiterviertel der ärmlichsten Sorte, hier stehen Textil- und Schuhfabriken, in denen Tausende arbeiten, schwarz und für Hungerlöhne. Vor allem aber ist Basmane seit Jahrzehnten ein Sammelbecken für all jene, die in die Großstadt gekommen sind, weil sie irgendwo alles zurücklassen mussten. Erst waren es Armenier, dann Kurden; nun sind es die Syrer.

Es fragt sich, was mit dem Geld aus Brüssel wirklich passiert, bzw. ob es denn überhaupt in Richtung Türkei unterwegs ist. Die Betroffenen jedenfalls finden sich in mehr als prekären Verhältnissen wieder, nachdem sie meist nur ihr nacktes Leben retten konnten, werden sie nun auch noch schamlos ausgebeutet.

 

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Flüchtling, minderjährig, abgängig – wen interessiert’s?

Wie schon in einem vorhergehenden Posting geschrieben, sind in den letzten zwei Jahren mehr als 10.000 minderjährige Flüchtlinge verschwunden. So auch in Österreich, wo einige hundert die „sichere“ Unterkunft verlassen haben und bisher nicht mehr aufzufinden sind. Ob diese Flüchtlingskinder nun bei Verwandten Zuflucht gefunden haben und/oder in andere Länder weiter gezogen sind? Die Unsicherheit ist groß und noch größer ist die Gefahr, dass sie Menschenhändlern ins Netz gegangen sind. Dort werden sie für Straftaten und Arbeiten „jeglicher Art“ missbraucht bzw. in die Prostitution gezwungen.

Verantwortlich für die Obsorge ist der Staat – in diesem Fall Österreich – und seine jeweiligen Verwaltungsbehörden. Doch die Handhabung derselben wird ziemlich schleppend bis gar nicht wahrgenommen. Die wenigen Engagierten sind heillos überlastet, und aus der Bevölkerung, deren Ansehen hier ziemlich auf dem Spiel steht, kommen kaum Hinweise.

Flüchtlingskinder verschwunden …

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Flucht

FluchtwegUrsache von Menschenhandel sind meist die katastrophalen Zustände in manchen Ländern, die ein Weiterleben dort nicht gewährleisten können. Denn meist kommen mit den Katastrophen, ob von der Natur oder durch Krieg hervorgerufen, auch die ökonomischen Probleme. Wer immer kann, wird sich auf den Weg machen, dieser Situation zu entkommen. Dabei macht es wenig Unterschied, ob vor Ort Terror oder kriegerische Auseinandersetzungen toben, oder einfach null Perspektiven da sind, den täglichen Lebensunterhalt zu erlangen. Beides zwingt die Menschen gleichermaßen zur Aufgabe ihrer Heimat. Ist man deshalb dann gleich ein sog. Wirtschaftsflüchtling, nur weil vor Ort keine Arbeit bzw. Erwerbstätigkeit zu finden ist, die Nahrungsvorräte zur Neige gehen, die Kinder keine Schule besuchen können und in Minenfeldern spielen müssten? Weiterlesen

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Sag mir wo die Kinder sind …?

Das Ausmaß des Flüchtlingsstromes aus dem Süden und Südosten ist gewaltig. Dass dadurch einiges nicht mehr in normalen Bahnen verläuft und teilweise Notstandscharakter annimmt, verwundert kaum jemand. Die Unzulänglichkeit, Gleichgültigkeit, real gelebte Bürokratie in Reinkultur, Amtskappl-Mentalität, etc. aber schon. Teilweise kennt man sich selbst als Österreicher nicht mehr wieder. Eine der Spitzen des Eisberges ist die Abgängigkeit von Minderjährigen seit einigen Tagen. Ein leider bezeichnendes Bild für die fragwürdige „Betreuung“ zeichnet Hans Rauscher in seiner Kolumne im Standard. Als wenn es Menschenhandel in Österreich gar nicht gäbe …

Lesen Sie hier den Artikel: Die verlorenen Kinder von Traiskirchen

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