Die grüne Lüge

Wem oder was kann man noch trauen?

Viele von uns möchten durch das eigene Konsumverhalten einen Beitrag zu einer besseren Welt leisten. Doch nachhaltiger Konsum ist nicht so einfach, und entpuppt sich mehr und mehr zu einer Chimäre. Dazu hat Werner Boote gemeinsam mit Autorin Kathrin Hartmann einen neuen Dokumentarfilm mit dem Namen: „The Green Lie“ gedreht, der ab März in den Kinos zu sehen sein wird. Demnach führen uns Konzerne und Händler mit Begriffen wie „nachhaltig“ und „grün“ an der Nase herum und machen damit gute Geschäfte. Auch auf Marken wie „FairTrade“ oder „UTZ“ usw., ist nicht immer Verlass und diese garantieren nicht, dass die damit bezeichneneten Produkte frei von Menschenrechtsverletzungen, unsauberer Produkteion, usw. sind
Ein Film der der Frage nachgeht, was oder wem man noch glauben kann/darf und in wie weit wir selber eine Kontrolle über die von uns gebrauchten Güter haben. Ein Film zum Nchdenken und zum Aufstehen gegen Irreführung und Ungerechtigkeit.

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Sklavenarbeit in Niederösterreich – heute…?

Ja, leider, die gibt‘s wirklich!!! Wie der Fall einer Erntehelferin zeigt, ist diese durch lange Arbeitszeiten, zu wenig Lohn und eine unwürdige Unterkunft gekennzeichnet. Nun erhebt die Erntearbeiterin schwere Vorwürfe gegen ihren Arbeitgeber. Wie jedes Jahr kommen Menschen aus verschiedenen Ländern, wie etwa der Slowakei, Bulgarien und Rumänien, um auf den feldern Niederösterreichs bei der Ernte zu helfen und sich so ihren Lebensunterhalt im Heimatland zu verdienen. Wie die Verhältnisse dieser modernen Sklaven bei uns sind, schildert die Erntehelferin in einem Artikel im Standard. Das Bild und Videomaterial sagt dabei mehr als die berühmten tausend Worte: an den Wänden Schimmel, Geschirr, Kochtöpfe und Wasserflaschen liegen herum. Kleidungsstücke quellen aus den Kästen, hängen auf den Betten, sind auf den Sesseln drapiert. Im ohnehin viel zu kleinen Raum stehen außerdem noch zwei Kühlschränke. An erholsamen Schlaf nach schwerer Arbeit also kaum zu denken.

Ja – kontrolliert denn das niemand, das kann doch bei uns in Mitteleuropa nicht möglich sein, sagen die meisten Leute. Doch, denn die zuständige Kontrollinstanz für landwirtschaftliche Betriebe in Niederösterreich, die Landwirtschafts- und Forstinspektion, zeigt in ihrem Tätigkeitsbericht aus dem Jahr 2016 411 sogenannte Betriebsstätten-Übertretungen auf, wobei 15 davon das Arbeitsvertragsrecht betrafen. Jeweils eine Beanstandung galt dem Thema „Entgelt und Urlaub“ und dem Thema „Dienstvertrag“, fünf Beschwerden gab es zu Unterkünften und acht hinsichtlich der Aufzeichnungspflichten. Die Behörde erteilte in allen 411 Fällen Aufträge zur Herstellung des rechtmäßigen Zustands. Doch in keinem einzigen Fall wurde von der Behörde ein Sofortbescheid, ein Strafantrag oder eine Strafanzeige veranlasst. Zum gegenständlichen Fall will sich die Inspektion jetzt nicht äußern.

Doch ist es nur die Behörde, die hier ihrer Pflicht zu wenig nachgekommen ist? Liegt es nicht vielleicht auch an unserer generellen Einstellung, über die Gewinnmaximierung und -optimierung darauf zu vergessen bzw. einfach zu übersehen, dass dadurch Menschen ausgebeutet, erniedrigt und in unwürdige Zustände gepresst werden? Ist es wirklich notwenidig, das solche Zustände heute noch, hier ganz in der Nähe, passieren?

Quelle: Der Standard 30.11.2017

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Menschenhandel mit Flüchtlingen

Der nachfolgende Bericht von CNN zeigt die realen Zustände in Lybien. Es als Hölle zu bezeichnen klingt fast schon als Hohn. Fassungslos muss/kann man mitansehen, wie schon lange überwundene Szenen des Menschenverkaufs  heute stattfinden.

Obwohl die Vermutung schon seit Jahren besteht und auch fallweise ihre Bestätigung fand, dauerte es bis jetzt, dass eine breitere Öffentlichkeit auf diesen unerträglichen Missstand aufmerksam wurde. Bereits im April hatte die Internationale Organisation für Migration (IOM) von Sklavenmärkten im Süden des Landes in Sabha berichtet, wo vor allem Migranten aus Gambia, Nigeria und Ghana von bewaffneten Gruppen ausgebeutet, festgehalten und zum Teil zum Preis von 200 bis 450 Euro weiterverkauft würden. Die IOM schätzt, dass sich derzeit zwischen 700.000 und einer Million Migranten in Libyen vor allem aus subsaharischen Ländern, aber auch aus Nordafrika aufhalten. Viele von ihnen kamen eigentlich nach Libyen, um im nordafrikanischen Ölstaat zu arbeiten. Nun wollen sie wegen den chaotischen Zuständen wieder zurück in die Heimat, so berichten auch andere Hilfsorganisationen. Doch würden sie festgenommen, um die Verwandten zu erpressen. Oder aber eben, um auf einer Auktion versteigert zu werden.

Quelle: IOM, APA 19.11.2017

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Amnesty: In deutschen Autos steckt Kinderarbeit

Wer ein deutsches Auto sein eigen nennt, hat mit dem Kauf mit größter Wahrscheinlichkeit Kinderarbeit unterstützt oder gefördert. Was Handy und Laptopnutzer schon lange verbindet, scheint nun auch für Autokunden mehr und mehr Realität zu werden. Denn führende Elektronikhersteller wie Apple, Samsung oder Sony,  aber auch deutsche Autokonzerne wie BMW, Daimler und Volkswagen profitieren nach Angaben von Amnesty International weiterhin von Kinderarbeit in der Demokratischen Republik Kongo.  Das geht aus einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht der Menschenrechtsorganisation mit dem Titel „Time to recharge“ (Zeit zum  Wiederaufladen) hervor.

Laut Amnesty wird mit dem Kobalt aus den Minen mehr als die Hälfte des weltweiten Kobaltbedarfs gedeckt. Dort ist Kinderarbeit an der Tagesordnung und diese Kinder riskieren schon ab ihrem siebentem Lebensjahr ihr Leben oder zumindest ihre Gesundheit. Darauf hatte die menschenrechtsorganisation schon Anfang 2016 in ihrem Bericht „This is what we die for“ (Dafür sterben wir) hingewiesen. Weiterlesen

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Endstation Mittelmeerroute – Prostitution

Migrantinnen in der Falle

Viele Frauen aus Afrika landen in Italien auf dem Straßenstrich. Gekommen sind sie in der Hoffnung auf eine Ausbildung oder Jobs. Kriminelle Netzwerke zwingen sie in die Prostitution. – Gestaltung: Jan-Christoph Kitzler

Viele Afrikanerinnen hoffen auf ein besseres Leben in Europa – und landen hier am Straßenstrich. In Italien ist das besonders augenfällig. Die Prostituierten an den Ausfallsstraßen der Großstädte sind fast ausnahmslos junge Frauen aus Westafrika.

Sie sind aus ihrer Heimat geflüchtet oder unter falschen Versprechungen nach Italien gelockt worden. Die kriminellen Netzwerke, die dahinter stehen, werden meist von Migranten selbst betrieben. Wer aussteigen will, riskiert sein Leben. Ein paar, die es geschafft haben, verstecken nun ihrerseits junge Frauen und versuchen, ihnen ein neues Leben zu ermöglichen. Die Behörden bieten wenig Unterstützung, das Geschäft bedient ganz Europa, ein Lokalaugenschein.

      Endstation_Strich

Quelle: Ö1 Journal-Panorama vom 30.10.2017

 

 

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