Presse

Presseartikel ab 2015

Menschenhandel – Und die Justiz?

Zwei Fallbeispiele

  • Kranke Bettler und geständige Unschuldige

Ein 38-Jähriger und sein Vater sollen Bulgaren Jobs in Wien versprochen und sie hier ausgebeutet haben. Sie leugnen und bekennen sich vor Gericht dennoch schuldig.

Quelle: Michael Möseneder im STANDARD vom Menschenhandelsprozess

 

  • Verkaufte Roma-Kinder, Rumäniens Justiz bleibt untätig

Für die rumänische Staatsanwaltschaft schien der Fall der mutmaßlichen Anführer eines Kinderhandelsrings klar. Dennoch blieb eine Verurteilung  aus.

Quelle: Ani Sandu aus Ţăndărei, Tȃrgu Mureş, Bukarest und London im STANDARD vom
 
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Menschenhandel: Nicht nur Sexarbeit!

LeserInnen dieses Blogs wissen bereits, dass Menschenhandel  und Ausbeutung nicht nur auf den Rotlichtbereich beschränkt ist. Fast ebenso groß ist der „Geschäftsbereich“ der modernen Sklaverei durch „Zwangsarbeit“ in anderen Bereichen. Ob dies nun Frauen, Männer oder Kinder betrifft, sie sind Opfer und werden ausgebeutet und um ihr freies Leben betrogen.

Ludmila Bogdan ist promovierte Politikwissenschafterin an der Universität Wien. 2017 erhielt sie ein Max-Kade-Stipendium der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW). Damit forscht sie derzeit am Department für Soziologie der Universität Harvard zu den Themen Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung. In einem Artikel (→ siehe unten) der heutigen Ausgabe des Standard geht sie auf diese Problematik ein. Sie zeigt auf, dass sich die Opfer meist selbst gar nicht als Opfer sehen (wollen) und nicht selten ein Verständnis über Ausbeutung und Menschenhandel bei den Betroffenen fehlt. Das macht es dann jenen kriminellen Elementen, die von diesem lukrativen Geschäftsmodell ihren Profit ziehen, noch leichter genügend „Nachschubmaterial“ zu bekommen.

Abhilfe: Bildung, Bildung und Aufklärung!

Ausbeutung und Menschenhandel: Es geht nicht immer um Sexarbeit

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29. September: 105. Weltgedenktag für Migranten und Flüchtlinge

Am kommenden Sonntag den 29. September 2019 wird weltweit der Tag der Migranten und Flüchtlinge begangen. Er soll das Bewusstsein schärfen, dass täglich Millionen Menschen – Männer, Frauen und Kinder – zu Migranten, Flüchtlingen, Vertriebenen und nicht selten damit zu Opfern des Menschenhandels werden. Die Gründe dafür sind vielschichtig, jedoch meist aufgrund von Krieg, Verfolgung und sich verschlechternden klimatischen Verhältnissen.

Papst Franziskus spricht in seiner Aussendung für den Tag von einer zunehmenden Globalisierung der Gleichgültigkeit, welche den Betroffenen neben den Schwierigkeiten, die ihre Lage an sich schon beinhaltet, oft ein negatives Urteil anheftet. Gemeint ist damit die Projektion der Ursachen gesellschaftlicher Missstände in den Aufnahmeländern hin zu den Migranten und Flüchtlingen. Diese Einstellung ihnen gegenüber ist ein Alarmzeichen, das vor dem moralischen Niedergang warnt, der einen erwartet, wenn man der Wegwerfmentalität weiterhin Raum gibt. Folgt man diesem gefährlichen Gedankenweg, so steht bald jedes Subjekt, das nicht den Maßstäben des physischen, psychischen und sozialen Wohlbefindens entspricht, in der Gefahr, an den Rand gedrängt und ausgegrenzt zu werden – also am Ende auch inländische Mitbürger in prekären Verhältnissen. Weiterlesen

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Prostitution = Menschenhandel – … oder doch nicht?

Annäherung an eine Grauzone

Grauzone – das beschreibt einen Bereich, bei dem nicht ganz klar ist, wo die Grenzen wirklich sind. Es erinnert an einen starken Nebel, wo die Konturen verschwinden und Hindernisse oder auch andere Personen plötzlich und „wie aus dem Nichts“ auftauchen und wieder verschwinden. So eine Grauzone ist auch im Bereich zwischen Menschenhandel, moderner Sklaverei und Prostitution zu finden. Die Grenzen sind nicht klar zu erkennen, eine Gleichsetzung deshalb nicht immer richtig.

Der unten angefügte Artikel „Keine Gleichsetzung von Menschenhandel und Prostitution“ versucht sich dieser komplexen Materie anzunähern und zeigt die verschiedenen Standpunkte und Realitäten auf. Denn es gibt einerseits Menschen, die verschleppt, verkauft oder mit falschen Versprechungen usw. unfreiwillig in die Prostitution gezwungen und dort ausgebeutet werden. Manche werden wie Sklaven be- bzw. gehandelt. Wobei zu beachten ist, dass lt. Definition Sklaven „aus eigenen Stücken nicht ihren Wohn- und Arbeitsplatz verlassen können“. Aber genau dies trifft speziell bei der Prostitution nicht immer zu, denn die Abhängigkeiten sind vielfältig und oft nicht einfach zu entwirren. Weshalb man mit einfacher Schwarz-Weiß-Sicht bald an Grenzen stößt, etwa wenn andere Frauen und Männer freiwillig als Sexarbeiter ihren Lebensweg wählen. Es ist eben ein nicht klar ersichtliches komplexes Spannungsfeld, wo manche tradierte Vorstellungen auf den Kopf gestellt werden. Aber lesen Sie selbst und machen Sie sich Ihr Bild:

Keine Gleichsetzung von Menschenhandel und Prostitution

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Vatikan veröffentlicht Orientierungshilfe zum Kampf gegen Menschenhandel

Das neue Vatikan-Dokument „Pastorale Orientierungen zum Menschen- handel“ ist nun auch auf Deutsch verfügbar. Außer umfangreichen Infor-mationen über Ausmaß und Ursachen des Menschenhandels enthält es auch konkrete Anregungen, wie sich Pfarreien und Einzelne dagegen engagieren und den Opfern helfen können.

Die katholische Kirche fordert einen stärkeren Einsatz gegen Menschenhandel, Zwangsprostitution und andere Formen von Ausbeutung und Sklaverei in aller Welt. Menschenhandel sei ein „verabscheuungswürdiges Übel und eine offene Wunde am Körper der heutigen Gesellschaft“, zitiert eine neue Vatikan-Orientierungshilfe, die am Donnerstag von der Deutschen Bischofskonferenz auf Deutsch veröffentlicht wurde, eine Aussage von Papst Franziskus zu dem Thema. Weiterlesen

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