Presse

Presseartikel ab 2015

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Partnerschaft und Zusammenarbeit

„Partnerschaft und Zusammenarbeit sind die wirksamsten „Waffen“ zur Bekämpfung des Menschenhandels“

Diese Erklärung machte Erzbischof Janusz Urbańczyk, Ständiger Beobachter des Heiligen Stuhls bei der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), die vom vom 30. Juli bis 31. August in Wien tagte. Eine der Arbeitssitzungen widmete sich der Reflexion über den „Welttag gegen Menschenhandel“, der am 30. Juli begangen wurde. Ein besonders wichtiges Thema für den Heiligen Stuhl, sagte Erzbischof Urbańczyk und hob hervor, dass die Opfer des Menschenhandels „zu den am meisten entmenschlichten und ausrangierten Menschen in der heutigen Welt gehören, in jedem Winkel der Erde“. Weiterlesen

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Schnelles Geld? – In den Fängen der Porno-Industrie

Immer wieder geraten junge Mädchen auf der Suche nach leicht verdientem Geld in die Fänge der Pornoindustrie. Wie es einer jungen Frau erging, die in diese „Branche“ hineingezogen wurde, zeigt nun eine Doku des NDR-Reportagemagazins „STRG_F“. Darin schildert die ehemalige Darstellerin, wie sie teilweise zu Dingen überredet und des weiteren gezwungen wurde, die sie eigentlich gar nicht wollte. Manche der Szenen haben ein tiefes Trauma hinterlassen, dass nun sicher seine Zeit braucht, um es zu überwinden – wenn überhaupt.

Die Doku zeigt den perfide manipulierten Einstieg der jungen Frau. Denn um irgendwie Geld zu verdienen, meldete sie sich auf einer Amateurplattform an, um dort erotische Bilder kostenpflichtig anzubieten. Eigentlich nichts dabei, dachte sie, bei ein wenig „Softcore“ kann nichts passieren. Ein Pornodarsteller kontaktierte die Frau daraufhin und legte ihr einen Dreh bei einem bekannten Produzenten nahe. Wie es dann weiter ging schildert die Doku, sowie der verlinkte Artikel unten.

 

 

Geködert und manipuliert: Deutsche Porno-Aussteigerin packt zur Branche aus

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Hergekommen, um ausgebeutet zu werden?

Viele ehemalige Bauern landen,  um der Verarmung und Verelendung im eigenen Land zu entgehen, als Saisonarbeiter
auf Westeuropas Feldern. Dabei erhöht die Marktmacht der Supermärkte den Druck auf dieses migrantische Subproletariat stetig. Und jedes Jahr aufs Neue gibt es einen medialen Aufschrei angesichts der katastrophalen Bedingungen, unter denen migrantische Erntearbeiterinnen und Erntearbeiter in Österreich beschäftigt sind. Saison für Saison lesen wir Meldungen und Reportagen über Fälle von eklatanten Hygienemängeln bei der Unterbringung, über Lohnraub und Passentzug sowie über Arbeitszeiten, die frapant an den ungezügelten Manchesterkapitalismus in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts erinnern.

Der Politologe und Journalist Alexander Behr beschreibt die derzeitige Situation im Artikel des Standard unten, und macht sich Gedanken, ob es einen Weg aus diesem Prekariat geben könnte.

Ausgebeutet

Hier noch ein UPDATE vom 3.7.2020 zu dem obigen Artikel der auf die weitverbreiteten Missstände in den landwirtschaftlichen und  fleischverarbeitenden Betrieben eingeht. Die Horrorzustände dürften demnach eher die Regel, als die Ausnahme sein.

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Fleisch – Handel

Rinder und Schweine werden im Akkord umgebracht (oder wie man sagt, geschlachtet) und zerlegt. Danach geht es zur Filetierung und wird nett und adrett auf Kunststofftassen in Cellophan eingeschweißt, in Kisten gepackt und landet „sauber“ in den Regalen der Supermärkte.

Jene, die dies bewerkstelligen, pendeln für den Job vielfach hunderte Kilometer quer durch Europa und leben wochentags zusammengepfercht (wie ihre Opfer vor der Schlachtung) auf engstem Raum in Massenquartieren. Bezahlt wird soviel, dass sich das Lohndumping für die Unternehmen rentiert, wovon dann noch überteuerte Unterkünfte, Geld für Messer und Arbeitskluft abgezogen werden. Wobei unbezahlte Überstunden und falsche Gehaltsabrechnungen im intransparenten Netzwerk der unzähligen Subfirmen System haben. – Den Kunden freut‘s, das Schnitzel kostet im Kilo nur € 5,99.- !!!
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Kinder auf der Flucht – einfach verschwunden …

Mehr als 50 Prozent der Kinder und Jugendlichen, welche ohne Eltern in Österreich um Asyl ansuchen, verschwinden einfach kurz nachdem sie ihren Antrag gestellt haben. Das zeigt die Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage der Abgeordneten Stephanie Krisper (Neos) durch den ehemaligen Innenminister Wolfgang Peschorn. Dabei wird das Verfahren eingestellt, bevor es offiziell zugelassen wurde. Dies geschieht laut Anfragebeantwortung dann, „wenn sich der Asylwerber dem Verfahren entzieht oder freiwillig ausreist“. Über den Verbleib dieser Kinder können die österreichischen Behörden nur spekulieren – nachgegangen wird den Fällen nicht. „Wahrscheinlich sind die meisten dieser Personen erfahrungsgemäß in ein anderes europäisches Zielland weitergereist“, heißt es dazu lapidar aus dem Ministerium. Ob dabei vielleicht auch Zwang und Menschenhandel im Spiel sind, ist nicht auszuschließen. Entsprechende Beweise und Vermutungen liegen jedenfalls seit 2016 vor.

Fakt ist, es gibt in Österreich niemanden, der für diese kinder und Jugendlichen die Obsorge innehat, also keine Person oder Behörde, die für Pflege, Erziehung und rechtliche Vertretung dieser Minderjährigen zuständig ist. „Kinderrechte gelten genauso für Kinder auf der Flucht“, kritisiert hierzu die Vorsitzende der Bundesjugendvertretung, Caroline Pavitsits, und fordert die Einhaltung der UN-Kinderrechtskonvention, also eine Übernahme der Obsorge ab dem ersten Tag.

Auf die Frage, welche Schritte die österreichischen Behörden setzen, wenn Minderjährige vermisst werden, heißt es in der Anfragebeantwortung, dass bei unter 14-Jährigen eine Vermisstenanzeige aufgegeben wird, und bei jenen, die über 14 Jahre alt sind, eine Meldung an den Obsorgeträger getätigt wird.

Was für eine Verhöhnung der Realität. „Bei unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen im Zulassungsverfahren gibt es keinen Obsorgeträger, da sich die zuständige Kinder- und Jugendhilfe (KJH) im Bezirk der Erstaufnahmestelle Traiskirchen weigert, die Obsorge zu übernehmen“, heißt es dazu von der Asylkoordination Österreich. Tatsächlich kann das Jugendamt die Obsorge aber nur bei Gefahr in Verzug einseitig übernehmen. Ansonsten muss sie bei Gericht beantragt und von einem Richter übertragen werden. Und zur Frage, wie lange unbegleitete Minderjährige durchschnittlich in Traiskirchen untergebracht sind, führt das Innenministerium keinerlei Statistiken.

Bedeutet soviel in Realität, noch bevor ein Richter oder eine möglicherweise zuständige Stelle auch nur daran denkt, ob man hier tätig werden sollte, sind die Betroffenen bereits wieder aus dem Radarbereich.

Im Regierungsprogramm der neuen türkis-grünen Regierung ist nun unter dem Kapitel Migration das Ziel enthalten, „Schutz und Rechtsstellung von geflüchteten Kindern“ zu verbessern. Insbesondere für eine „schnelle Obsorge für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge durch die Kinder- und Jugendhilfe und Berücksichtigung des Kindeswohls im Asylverfahren“ soll demnach gesorgt werden. Ob das bedeutet, dass die Obsorge in Zukunft ab dem ersten Tag übernommen werden soll, darauf will man sich im Familienministerium noch nicht festlegen. Dafür sei es zu früh, heißt es von dort, und das Thema betreffe schließlich auch noch das Innen- und Justizministerium.

Fazit: Auf der Strecke bleiben und wahrscheinlich in den Fängen von Menschenhändlern und modernen Sklavenhaltern landen Kinder und Jugendliche, die ihre Heimat und sozialen Bindungen verloren haben – und die im reichen Europa „niemand eingeladen hat“ – …

Quelle: Der Standard vom 6.2.2020

 

 

 

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