Presse

Presseartikel ab 2015

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UNDOC: Sklaverei als Strategie

Fehlende Rechtsstaatlichkeit und verheißungsvolle Versprechen, diese Kombination macht Zivilpersonen in Konfliktgebieten besonders verwundbar. Die damit verbundene Angst nutzen bewaffnete Gruppen und setzen Menschenhandel als Strategie für ihre Ziele ein → etwa zur Finanzierung ihrer Aktivitäten oder der Stärkung der eigenen Reihen. Diese Erkenntnis lässt sich aus einem am Montag veröffentlichten Bericht des UN-Büros für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (Unodc) ableiten. „Der Menschenhandel in bewaffneten Konflikten hat schreckliche Ausmaße angenommen – Kindersoldaten, Zwangsarbeit und sexuelle Sklaverei“, sagt Unodc-Chef Juri Fedotow. Die Vergabe des Friedensnobelpreises an Nadia Murad wertet er als ein wichtiges Zeichen im Kampf gegen den Menschenhandel. Die Jesidin aus dem Irak sei durch das öffentliche Sprechen über „ihre Versklavung und Vergewaltigung durch Terroristen des Islamischen Staats eine führende Stimme der Aufdeckung dieser abscheulichen Verbrechen“ gewesen. Weiterlesen

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Kindersextourismus: das BKA ersucht um Aufmerksamkeit

Mit einem Informationsfilm unter dem Titel „Nicht wegsehen“ machen die Arbeitsgemeinschaft Ecpat und das Bundeskriminalamt (BK) auf die sexuelle Ausbeutung von Kindern in Urlaubsländern aufmerksam. Die Kampagne wird bewusst anlässlich der bevorstehenden Hauptreisezeit in Ferndestinationen gestartet. Das Video gibt konkrete Hinweise für Reisende, was sie bei Auffälligkeiten tun und wie sie Verdachtsfälle melden können. Zu sehen ist der Informationsfilm am Flughafen Schwechat sowie in Zügen der ÖBB, teilte das BK am Mittwoch mit. 

Die sexuelle Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen ist ein Verbrechen und kann nicht nur im Ausland, sondern auch im Heimatland des Täters strafrechtlich verfolgt werden. Für den Kindersextourismus gebe es zwei Arten von Straftätern, erläuterte das BK: Während die einen gezielt in ein Land fliegen und die touristische Infrastruktur ausnutzen, ergreifen Gelegenheitstäter am Zielort der Urlaubs- oder der Geschäftsreise die Möglichkeit, Mädchen oder Buben sexuell auszubeuten. Das geschieht hauptsächlich in Asien und Afrika, kommt aber auch in Europa vor. Die sexuelle Ausbeutung von Minderjährigen ist weltweit strafbar.

Im BK ist eine Meldestelle für Kinderpornografie und Kindersextourismus eingerichtet. Da sich betroffene Kinder nur sehr selten jemandem anvertrauen, ist es laut Experten von großer Bedeutung, dass Hinweise Außenstehender an die Polizei bzw. das BK weitergegeben werden. Die Meldestelle ist online unter meldestelle@interpol.at erreichbar.

Quellen: APA und derStandard 5.12.2018

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Folgenschwerer Unfall …

Zwölf Menschen sind bei einem Zusammenstoß eines Lastwagens mit einem Transporter in der süditalienischen Provinz Foggia ums Leben gekommen. Alle Opfer sind ausländische dunkelfarbige Feldarbeiter, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa nach dem Unfall am Montagnachmittag unter Berufung auf die Polizei berichtete. Die Migranten seien in dem Transporter von Feldern zurückgekehrt, auf denen sie Tomaten gepflückt hatten. Die zwei übrigen Insassen des Transporters und der Fahrer des Lastwagens wurden verletzt. Sie waren laut Ansa nicht in Lebensgefahr.

Das Thema der Migrantenausbeutung in der Landwirtschaft sorgt in Italien nach dem Tod von 16 afrikanischen Saisonarbeitern im süditalienischen Apulien für heftige Diskussionen.

Tausende afrikanische Saisonarbeiter werden schwarz auf den Gemüsefeldern in Süditalien eingesetzt. Sie arbeiten für einen Hungerlohn von 30 Euro pro Tag, berichteten die italienischen Medien. Auch für die Transportkosten von den Barackensiedlungen, in denen sie leben, bis zu den Feldern müssen sie selbst aufkommen. In einem Kleinbus eingepfercht waren eben am Montag die 12 afrikanischen Migranten nahe Foggia verunglückt. Das Fahrzeug war gegen einen Bus geprallt.

Zu einem ähnlichen Unfall war es am Samstag unweit von Foggia gekommen. Dabei waren vier Saisonarbeiter ums Leben gekommen. Gewerkschaften und Vereinigungen zur Unterstützung der Arbeiter verlangen seit Jahren ein System öffentlicher Verkehrsmittel in der Haupterntesaison und mehr Rechte für die modernen Sklaven. EIn Unfall, der vielleicht weitere Folgen nach ziehen könnte und einmal mehr den öffentlichen Focus auf das weitverbreietete Sklavenhaltersystem in Südeuropa richtet.

Quelle: Der Standard, FAZ

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Welttag gegen Menschenhandel – 30. Juli !!!

Menschenhandel und moderne Sklaverei finden überall statt, in jedem Staat der Erde, ohne Ausnahme. Dieser Gedanke macht betroffen und ist beklemmend, weshalb die Weltgemeinschaft am 30. Juli mit einem Gedenktag daran erinnert. Auch Papst Franziskus hat sich schon öfter dieses Themas angenommen, und erwirbt auch anlässlich des Weltgedenktages um Aufmerksamkeit dafür. „Diese Plage macht viele Männer, Frauen und Kinder zu Sklaven, mit dem Ziel der Ausbeutung ihrer Arbeitskraft sowie der sexuellen Ausbeutung, des Organhandels, Bettelns und erzwungener krimineller Handlungen,“ betonte er an diesem Sonntag während des Angelus-Gebetes.

Viele Menschen haben Angst davor, sich mit diesem Thema auseinander zu setzen. Oft wird damit sofort Prostitution und der Rotlichtbereich assoziiert. Doch sind vielfach Kinderarbeit, Lohnsklaverei, und vieles andere mehr ebenso dazu zu zählen. Und wir alle – ebenso ohne Ausnahme ! – sind, ob wir wollen oder nicht, darin in irgendeiner Weise verstrickt. Das beginnt schon beim Einkauf im nächsten Supermarkt, wo wir mit unsere Wahl der Produkte, über das Wohl oder Weh anderer entscheiden. Weiterlesen

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Hintergrund: Migration aus Afrika

Verfolgt man die derzeitigen politischen Vorgänge in der EU, so fällt vermehrt die Abschottungspolitik einzelner Mitgliedsstaaten und eine repressiver Umgang mit Asylsuchenden auf. Oftmals wird in den Foren gar nicht mehr über die Gründe der Flucht oder Migration nachgedacht, Hauptsache die Leute werden zurückgeschickt, die Fluchtrouten geschlossen, die Lager aufgelöst – wir können wieder zu unserer „Alltäglichkeit“ zurückkehren. Als Beispiel sei hier ein Posting herausgegriffen, das stellvertretend für viele sein kann. Es ging im eigentlichen Artikel um einen Sondergipfel der EU zum Thema Migration und den Umgang damit. Dabei wurden verschiedene Standpunkte und Möglichkeiten überdacht. Die Reaktion des Forenteilnehmers darauf war folgende: Weiterlesen

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