Kindersklaven

Kinder ohne Kindheit – Info zum Welttag gegen Kinderarbeit

Was ist Kinderarbeit?

Zu unterscheiden ist zwischen normalen Aufgaben, zum Beispiel im Haushalt oder in der Landwirtschaft, und echter Ausbeutung von Kindern. Für legale Beschäftigung ist in den meisten Staaten per Gesetz ein Mindestalter zwischen 14 und 16 Jahren festgelegt. Mit schädlicher Kinderarbeit sind Arbeiten gemeint, die gefährlich oder ausbeuterisch sind, die die körperliche oder seelische Entwicklung schädigen oder die Kinder vom Schulbesuch abhalten.

Welche Formen von Kinderarbeit fallen unter diesen Begriff?

Zu den schlimmsten Formen der Kinderarbeit zählen die Vereinten Nationen (ILO-Konvention Nr. 182 von 1999) Sklaverei und sklavenähnliche Abhängigkeiten, Zwangsarbeit einschließlich des Einsatzes als Kindersoldaten, Kinderprostitution und Kinderpornographie, kriminelle Tätigkeiten wie den Missbrauch von Kindern als Drogenkuriere sowie andere Formen der Arbeit, die die Sicherheit und Gesundheit der Kinder gefährden können. Fast alle Staaten der Welt haben sich auf das Ziel geeinigt, jegliche Form der Kinderarbeit bis 2025 vollständig abzuschaffen. Leider sind wir in manchen Bereichen davon noch weit entfernt. Weiterlesen

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Im Kino: Angelo Soliman

Angelo Soliman in einer zeitgenössischen Darstellung

Da sind Lebensgeschichten, die so unfassbar klingen als dass man sich vorstellen könnte, dass sie sich großteils in der eigenen Heimatstadt abgespielt haben. Angelo Solimans Geschichte ist so eine: Er wurde als Kind in Afrika gefangen genommen, Sklavenhändlern verkauft und nach Europa gebracht. Hier wurde er als kaiserlicher Diener zum angesehen Teil der Wiener High-Society, umgab sich mit Leuten wie Mozart und wurde Mitglied der Freimaurer – bevor er im Tod letztendlich gehäutet und ausgestopft im Museum des Kaisers – dem Vorläufer des heutigen Naturhistorischen Museums – als „Wilder“ ausgestellt wurde.

Angelo Solimans Leben ist weit besser dokumentiert, als das von irgendeinem anderen Nicht-Europäer im Österreich des 18. Jahrhunderts. Eigentlich ist seine Geschichte schon oft erzählt worden – 2011 widmete ihm das Wien Museum sogar eine ganze Ausstellung. Aber auch, wenn er als Teil der Wiener Stadtmythologie gilt, ist sein Name den meisten Wienern heute kein Begriff mehr. Und das, obwohl seine Geschichte viel über das Österreich jener Zeit und den Umgang mit vermeintlich Fremden verrät. Dieser Umgang zeigt sich in Zügen da und dort auch noch im 21. Jahrhundert, man sollte es nicht glauben.

Angelo ist nun ein Historienfilm von Markus Schleinzer, der am 8. September 2018 im Rahmen des Toronto International Film Festivals seine Weltpremiere feierte und Ende des Monats beim Festivals Internacional de Cine de San Sebastián gezeigt wurde. Der österreichische Kinostart erfolgte am 9. November 2018. Die österreichisch-luxemburgische Koproduktion orientiert sich an der Biografie des nach Wien verschleppten Afrikaners.

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Indonesien – Nach der Katastrophe in die Katastrophe …

Nach dem verheerenden Tsunami in Indonesien droht den Kindern auf Sulawesi eine weitere Gefahr: Die SOS-Kinderdörfer weltweit warnen vor Menschenhändlern. „Fälle von Kinderhandel gibt es in Indonesien täglich. Das aktuelle Chaos auf Sulawesi macht es aber den Entführern besonders leicht“, sagt Gregor Nitihardjo, Leiter der SOS-Kinderdörfer in Indonesien. Nach Schätzungen der Organisation werden in Indonesien jährlich 100.000 Kinder Opfer von Kinderhandel. Die meisten von ihnen werden zur Prostitution gezwungen, andere als Arbeitssklaven in der Landwirtschaft und in Fabriken eingesetzt.

Das Erdbeben mit nachfolgendem Tsunami hat etwa 70.000 Menschen auf Sulawesi obdachlos gemacht, darunter mindestens 20.000 Kinder. „In den überfüllten Nothilfecamps sind die Kinder gemeinsam mit Erwachsenen untergebracht. Es mangelt an Wasser, Nahrung, ausreichenden Zelten und vor allem an Schutz und Sicherheit“, sagt Nitihardjo. Gerade die unbegleiteten Kinder seien gefährdet, Kinderhändlern in die Hände zu fallen. Die Hilfsorganisation geht davon aus, dass etwa 5.000 Jungen und Mädchen aktuell unbegleitet sind, da ihre Eltern bei der Katastrophe ums Leben gekommen sind oder von ihnen getrennt wurden. Weiterlesen

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Kinder aus Bulgarien

Große Armut, keine Ausbildung, keine Perspektiven und dazu noch kaum Kontrollen: In Bulgarien haben Menschenhändler leichtes Spiel. Tausende Jugendliche leben auf der Straße, Familien bieten ihre Kinder zum Kauf an, umd über die Runden zu kommen.

„Möchten Sie unsere Jungs kennenlernen? Jede Woche bieten wir etwas Neues an!“ Was genau unter „neu“ zu verstehen war, das ging aus der Internet-Werbung für „tolle Partys“ in der bulgarischen Hauptstadt Sofia nicht hervor. Nur die Eingeweihten wussten, dass es sich um sog. „frisches Fleisch“ handelte, um neue Mädchen und Jungen – Kinder. Es waren Kinderhändler, die sich hinter dieser Webseite versteckten, die kleine Buben wie Ware behandelten. Die Bande, die das Geschäft mit den Kindern organisiert hat, ist heute zwar hinter Gittern. Der Kinderhandel, mit all seine Abartigkeiten, aber ist längst nicht besiegt.

Inge Bell, eine deutsche Menschenrechtsaktivistin und jeweils zweite Vorsitzende der Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes und der bayrischen Vertretung der Hilfsorganisation Solwodi 1, führt seit Jahren Recherchen dazu. Anlässlich des Weltmädchentages teilte sie nachfolgendes Video auf Facebook und stellte es uns freundlicherweise zur Verfügung.

 

 

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Südamerika: Sklavenring ausgehoben

Einer koordinierten Polizeiaktion in 13 Ländern der Karibik und Lateinamerikas ist es zu verdanken, dass etwa 350 Opfer von Menschenhändlern befreit werden konnten. Männer, Frauen und Minderjährige seien in Nachtclubs, auf Bauernhöfen, in Minen, Fabriken oder auf Märkten gefunden worden, erklärte ein Sprecher von Interpol. Die Polizeioperation „Libertad“ fand in Antigua und Barbuda, Aruba, Barbados, Belize, Brasilien, Curacao, Guyana, Jamaika, St. Lucia, St. Vincent und die Grenadinen, Trinidad und Tobago, den Turks- und Caicosinseln sowie in Venezuela statt. Die Koordination erfolgte über Lyon und Buenos Aires. Der Einsatz umfasste bei 500 Einsatzkräften und es wurden 22 Verdächtige festgenommen, teilte die internationale Polizeiorganisation Interpol gestern mit. Zwangsarbeit und Prostitution waren die Haupteinsatzorte der modernen Sklaven.

Quelle: Interpol, ORF

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