Back to Top

Category: Kinderhandel

Krieg in der Ukraine I

Der Menschenhandel geht um …

Wir erleben gerade die schlimmste humanitäre Katastrophe seit dem Zweiten Weltkrieg. All die Schicksale, die betroffenen Menschen, ob Kinder, Frauen, Männer, Alte oder Kranke, aber auch die Haustiere und die Landwirtschaft – einfach das ganze Leben selbst – es ist schwer dafür überhaupt die richtigen Worte zu finden. Die vielen Facetten der Gewalt und Zerstörung, die physischen und psychischen Schäden für Hunderttausende sind noch gar nicht absehbar. Und unter all dem Chaos machen sich die Menschenhändler dreist an ihr kriminelles Werk.

Bei vielen fachspezifischen NGO’s in Europa schrillen die Alarmglocken. Erste Berichte von den unzähligen Fluchtruten lassen Böses erahnen. Dort wo es um das nackte Überleben geht, setzt der rationale Verstand bei manchen aus.

„Es sind meistens Frauen, Frauen mit Kindern, ältere Menschen, die tagelang gegangen sind, die stundenlang gewartet haben, die ihre Familie zurückgelassen haben in der Ukraine, ihre Männer sind geblieben und befinden sich in Gefahr. Die Menschen sind unter Schock. Sie haben schreckliche Situationen erlebt und leiden unter Stress und Trauma. Es ist verständlich, dass sie Angst haben.“ berichtet Andrea Najvirtova von der Hilfsorganisation People in Need

Menschen werden leichter psychisch verwundbar, weil sie vom Stress überfordert sind. Erst eine überteuerte Mitfahrgelegenheit, dann eine „sichere“ Unterkunft und am Schluss sexualisierte Gewalt. Die Spirale des Menschenhandels hat durch den Krieg in der Ukraine einen neuen, gewaltigen Antrieb bekommen. Continue Reading

Leihmutterschaft ist Kinderhandel

In ihrem Gastkommentar in der Zeitung „Der Standard“ beschreibt Eva Maria Bachinger1 die oft übersehenen negativen Auswirkungen der Leihmutterschaft. Diese in immer mehr Staaten zu erlauben ist kein Fortschritt, eher das Gegenteil ist der Fall: Es ist ein zivilisatorischer Rückschritt. Die Befürworter sollten sich an die UN-Kinderrechtskonvention erinnern, wo klar vermerkt ist, dass jedes Kind das Recht hat, nicht gegen Geld gehandelt zu werden – egal zu welchem Zweck. Die Leihmutterschaft öffnet somit Tür und Tor für den Kinderhandel.

 

Leihmutterschaft: Kinderhandel für den guten Zweck

 

1Eva Maria Bachinger ist Journalistin und Autorin, unter anderem "Kind auf Bestellung. Plädoyer für klare Grenzen" (Deuticke, 2015).

Schokolade bleibt bitter …

Nikolaus und Krampus sind Tage, an denen eine Menge Schokolade vom Handel abgesetzt wird. Nachdem schon seit geraumer Zeit bekannt ist, dass das Geschäft mit der Schokolade insbesondere für die Bauern und Erntehelfer (nicht selten Kinder!!!) ein eher bitteres ist, hat sich Julia Beirer die derzeitige Situation angesehen und sich in der Branche ein wenig umgehört. Obwohl unabhängige Zertifikate eine nachvollziehbare Lieferkette und gerechtere Einkommen garantieren sollen, setzen einige Hersteller bewusst auf (fragwürdige) Eigenzertifikate. Wieviel die Zertifikate insgesamt wert sind, bleibt somit bis dato eine Grauzone – mit einem bitteren Nachgeschmack für alle, die Schokolade genießen wollen.

Was der Schokonikolo mit Kinderarbeit zu tun hat

Menschenhandel auf Facebook, Instagram & Co

Das Internet ist zum dominanten Werkzeug geworden, das Menschenhändler nutzen, um Opfer zu rekrutieren. Davon betroffen eine Reihe von sehr verbreiteten Social-Networking-Websites, wie Facebook, Instagram, Snapchat, WeChat, etc.

Im nun veröffentlichten Human Trafficking Institute’s Menschenhandelsbericht von 2020 zeigen die enthaltenen Daten der letzten zwei Jahrzehnte, dass 30 % aller seit dem Jahr 2000 von Sexhandel identifizierten Opfer online angeworben wurden. Davon wurden allein 59 % der Online-Rekrutierung im Jahr 2020 über die Plattform Facebook abgewickelt. Der Bericht stellt außerdem fest, dass 65 % der identifizierten Opfer von Kindersexhandel, die über soziale Medien rekrutiert wurden, über Facebook rekrutiert wurden.

Betroffene werden dabei zum Menschenhandel und zur sexuellen Ausbeutung vorsätzlich in die Irre geführt. Besonders weibliche Nutzer, wovon etwa 50 Prozent minderjährig sind, sind die Zielgruppe der Kriminellen. Meistens wurden den Opfern vermeintliche einfache und gut dotierte Jobs angeboten oder romantische Beziehungen vorgegaukelt. Continue Reading

Kinderehen wieder im Vormarsch

Zum Internationalen Frauentag, dem 8. März, warnt Unicef, dass eine Errungenschaft des letzten Jahrzehnts – die Verhinderung von 25 Millionen Kinderehen – durch Corona ernsthaft bedroht sei. Bis zum Ende des Jahrzehnts könnten etwa zehn Millionen zusätzliche Kinderehen geschlossen werden, so eine Analyse, die Unicef laut Aussendung am Montag veröffentlicht hat. In Österreich sind laut Regierungsinformationen jährlich 200 Kinder von Zwangsehe betroffen, wobei die geschätzte Dunkelziffer weit höher liegt!

„Covid-19 hat eine bereits schwierige Situation für Millionen von Mädchen noch schlimmer gemacht“, betonte Unicef-Exekutivdirektorin Henrietta Fore. „Geschlossene Schulen, Isolation von Freundinnen und Freunden und Unterstützungsnetzwerken sowie steigende Armut haben Öl in ein Feuer gegossen, das die Welt ohnehin bereits kaum löschen konnte. Aber wir können und wir müssen die Kinderheirat vollständig abschaffen“, so Fore. Continue Reading