Grauzone

Nacktfoto als Sicherheit ?!

Welch hässliche Gesichter die moderne Sklaverei zu bieten hat, zeigt sich anhand einer „neuen“ Praxis, die jetzt aus China bekannt wurde. Dort wurden auf einem Onlineportal für die Vermittlung von Krediten Nacktfotos als Sicherheit verlangt. Darüber hinaus hat das Unternehmen diese Fotos dann offenbar „nicht ausreichend geschützt“. Die Zeitung „Global Times“ berichtete, dass eine Zehn-Gigabyte-Datei mit Fotos und Videos von mindestens 167 jungen Frauen seit vergangener Woche im Netz zu finden sei. Die Betroffenen hatten jeweils Nacktfotos von sich selbst mit dem Personalausweis in der Hand geschickt, um einen Kredit zu bekommen. Das Portal Jiedaibao ist seit 2015 online. Geldverleiher dürfen dort selbst bestimmen, welchen Zinssatz sie nehmen. Laut „Global Times“ erreichten die Sätze bis zu 30 Prozent pro Woche. Die Gläubiger bleiben anonym, wohingegen die Kreditnehmer ihre Identität preisgeben müssen. Der Ausbeutung von jungen Menschen, die sich ihr Leben aufbauen möchten, ist damit ein weiteres Tor geöffnet.

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Warum fliehen weniger Frauen ?

syria-fluchtjpgImmer wieder kommt aus verschiedenen Richtungen der Vorwurf bezüglich der Flüchtlingskrise, dass nur junge Männer zu uns kommen. Ja – warum eigentlich?

Murtaza Tahiri – ein 24-jähriger Afghane, der vor zwei Jahren aus politischen Gründen aus dem Iran geflohen ist, versucht in einem Artikel des Profil darauf Antwort zu geben. Die wirklichen Lebensumstände, unter denen Frauen und Mädchen in diesen Gesellschaften aufwachsen und leben müssen, sind für uns Mitteleuropäer oft nur schwer vorstellbar und nachvollziehbar. Der Artikel gibt dazu Einblicke und welche Befreiung, aber auch welchen Qualen und Repressalien sich Frauen und Mädchen aussetzen (müssen), wenn sie sich auf die Flucht nach Europa aufmachen.

Lesen Sie hier den Artikel → flucht-und-schande

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KAPOVAZ – Sklaven auf Abruf verfügbar

20160927_104834_640_x_480KAPOVAZ ist die Abkürzung für „Kapazitätsorientierte variable Arbeitszeit“ und prinzipiell eine Sonderform der Teilzeitarbeit. Wie so manche gewinnmaximierenden, die sozialen Normen unterlaufenden Arbeitsformen, ist auch diese aus den USA nun in Europa angekommen. Sie erlaubt es Betrieben sehr flexibel auf saisonale Schwankungen zu reagieren.

Im Klartext bedeutet dieses Modell für den Arbeitnehmer ständig verfügbar zu sein, jedoch dafür keinerlei Entgelt zu bekommen, denn bezahlt wird nur die tatsächlich verrichtete Arbeit. Die Zeit zwischen den Arbeitseinsätzen gilt als Freizeit und ist unbezahlt. Ein längerer Weg zur Arbeit ist somit ebenso ein großer Nachteil für den Beschäftigten, denn wo soll er dann seine zwischen den Einsätzen zu verbringende „Freizeit“ zubringen? Weiterlesen

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Mein Anteil am M…. ?

Das nachstehende Video ist beispielhaft für unseren Anteil am Menschenhandel – von jedem einzelnen von uns. Nun – vielleicht essen Sie keine Garnelen, aber vielleicht trinken SIe z. B. kaokaohältige Getränke, erfreuen sich hie und da an einem Stück Schokolade oder besitzen, so wie sehr viele von uns ein Smartphone. Dagegen ist prinzipiell auch nichts einzuwenden, solange man nicht vergisst, woraus diese Waren gemacht sind und woher sie kommen. Auch die Masse macht es aus. Denn ist es wirklich nötig ständig eine neues Handy sein eigen zu nennen, oder wie oben angeführt, in sehr vielen industriell hergestellten Süßspeisen Schokolade zu finden.

Somit können wirklich nur sehr wenige Mitmenschen sagen, dass sie nicht in das globale Verbrechen Menschenhandel involviert sind. Deshalb muss es uns allen ein Anliegen sein, Menschenhandel in allen seinen Formen zu bekämpfen, Warenbeschaffenheit und -herkunft zu hinterfragen – und andere darauf aufmerksam zu machen.

 

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Generation Prekär

appleandeiAuf dem Sender ARTE läuft zur Zeit jeden Mittwoch die Sendung „Für ’n Appel und ’n Ei“. Im Focus steht dabei die Arbeitsrealität vieler junger Menschen in Europa, die sich mit sog. 1-Euro-Jobs durchs Leben schlagen müssen. Die Animationsserie begleitet ihre Protagonisten Elise und Sebastian durch die ziemlich unlustige, aber leider reale Welt der Minijobs.

Solche prekäre Arbeitsverhältnisse nehmen stetig zu, treffen vor allem junge Menschen in oder mit gerade abgeschlossener Ausbildung. Weiterlesen

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