Frauenhandel

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Moderne Sklaverei: Pflegerinnen in Österreich

Opfer „moderner Sklaverei“ – nicht irgendwo weit weg, – nein hier, vielleicht gleich nebenan! Experten bezeichnen jene Pflegerinnen aus dem Ausland, die in Österreich in der 24-Stunden-Pflege arbeiten, ganz zurecht als Opfer der modernen Sklaverei. Denn es gibt zehntausende Frauen, die hier, mitten in Österreich, unter miserabelsten Bedingungen leben und arbeiten. Sie leisten Unmenschliches und bleiben vollkommen unsichtbar. Sie sind an unfaire Verträge gefesselt, die sie nicht verstehen, und für sie gelten die arbeitsrechtlichen Errungenschaften unseres Sozialstaats nicht.

Und es ist auch kein Zufall, dass es Frauen sind, die hier so miserabel behandelt werden. Sie machen jene Arbeit, die seit jeher als „weiblich“ gilt: nämlich Pflegen, Kümmern, Trösten. Und sie entlasten damit andere Frauen, die bisher aufopferungsvoll diese Arbeit übernommen haben: Ehefrauen, Töchter, Schwiegertöchter. Vielleicht ist das auch einer der Gründe, wieso über die Pflegerinnen niemand redet, nicht einmal die Feministinnen.

Darüber hinaus wurde diesen slowakischen, rumänischen, ungarischen und anderen Pflegerinnen, besser gesagt ihren Kindern, Anfang dieses Jahres sogar die Familienbeihilfe gekürzt – oder wie es so schön in der offiziellen Kommunikation der Regierung formuliert wurde, „angepasst“. Es gab keinen Aufschrei, obwohl diese Frauen mitten unter uns leben, unsere Alten und Kranken pflegen und vielleicht bald auch uns.

Weitere Informationen zu diesem Missstand finden sich in folgenden Artikeln:

Experten sehen rumänische Pflegerinnen als Opfer „moderner Sklaverei“

Pflegerin Elena und ihre stille Armee

Quelle: Der Standard v. 8.11.2019

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LOVERBOY: Prävention, die nicht ermüdet …

Das Thema LOVERBOY ist noch lange nicht ausgereizt und topaktuell, wie sich in einem ausführlichen Beitrag in einer der letzten ZDF-Sendungen „Aktenzeichen XY“ zeigt.

Ganz wichtig dabei ist die Prävention und damit die Aufklärung in den Schulen und sozialen Einrichtungen, die von jungen Mädchen frequentiert werden. Den goldenen Mittelweg zu finden zwischen guter und ausreichender Info, der auch zugehört wird, und ermüdender Wiederholung ist dabei sicher nicht leicht. Besonders dort, wo junge Menschen mit allen möglichen „Werbungen“ umgarnt werden, aber selten jemand wirklich persönlich für sie Zeit hat. LOVERBOYS nehmen sich diese Zeit – und das macht sie so brandgefährlich.

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Sind Frauen immer nur arme passive Opfer ?

Diese Frage stellte Isabella Chen, Mitarbeiterin der Lefö-Interventionsstelle für Betroffene des Frauenhandels, in einem Artikel in der Presse vom 3.3.2019. Dabei stellt sie fest, dass vielfach falsche Bilder im Kopf die grundlegenden Ursachen von Frauenhandel verdecken. Grundsätzlich bewegt sich die Debatte über Frauenhandel im Spannungsfeld zwischen Migrationspolitik, Kriminalitätsbekämpfung und der Wahrung von Menschen- und Frauenrechten sowie dem Opferschutz.
Dabei zeigt sich, dass im gesellschaftlichen Diskurs Frauenhandel immer wieder mit dem Konzept von „illegaler Migration“ vermischt wird. Meistens beginnt es in der Rhetorik mit dem Schutz von Frauen, um dann in restriktiven Migrationsmaßnahmen zu enden. Dadurch werden Maßnahmen wie beispielsweise verstärkte Kontrollen an den Grenzen gesetzt, die den Kampf gegen Frauenhandel unterstützen sollen. Das Ziel von Menschenhändlerinnen ist aber die Ausbeutung im Zielland, weshalb Betroffene an der Grenze überwiegend nicht als solche erkannt werden können. Angeblich einfache Lösungsansätze, wie restriktive Migrationspolitik oder die Regulierung von weiblicher Arbeitsmigration zum „Schutz der Frau“, sind einseitig, ignorant und bevormundend. Vielmehr noch erhöhen repressive Migrationspolitiken die Verletzlichkeit von Migrantinnen und ermöglichen deren Ausbeutung.

Hier der ganze Artikel zur Nachlese

Frauen sind nicht arme passive Opfer

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Kinder aus Bulgarien

Große Armut, keine Ausbildung, keine Perspektiven und dazu noch kaum Kontrollen: In Bulgarien haben Menschenhändler leichtes Spiel. Tausende Jugendliche leben auf der Straße, Familien bieten ihre Kinder zum Kauf an, umd über die Runden zu kommen.

„Möchten Sie unsere Jungs kennenlernen? Jede Woche bieten wir etwas Neues an!“ Was genau unter „neu“ zu verstehen war, das ging aus der Internet-Werbung für „tolle Partys“ in der bulgarischen Hauptstadt Sofia nicht hervor. Nur die Eingeweihten wussten, dass es sich um sog. „frisches Fleisch“ handelte, um neue Mädchen und Jungen – Kinder. Es waren Kinderhändler, die sich hinter dieser Webseite versteckten, die kleine Buben wie Ware behandelten. Die Bande, die das Geschäft mit den Kindern organisiert hat, ist heute zwar hinter Gittern. Der Kinderhandel, mit all seine Abartigkeiten, aber ist längst nicht besiegt.

Inge Bell, eine deutsche Menschenrechtsaktivistin und jeweils zweite Vorsitzende der Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes und der bayrischen Vertretung der Hilfsorganisation Solwodi 1, führt seit Jahren Recherchen dazu. Anlässlich des Weltmädchentages teilte sie nachfolgendes Video auf Facebook und stellte es uns freundlicherweise zur Verfügung.

 

 

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NÖ: Menschenhändler aus Südamerika am Werk

Ein Schlag gegen den organisierten Menschenhandel erfolgte vergangene Woche in Niederösterreich. Nach der Aktion sind nun fünf Beschuldigte sind in Haft, so Omar Haijawi-Pirchner, Leiter des Landeskriminalamtes. 13 Frauen aus Venezuela und Kolumbien, die zur Prostitution gezwungen worden waren, wurden aus der Gewalt der Tätergruppe befreit. Zwei weitere wurden quasi „abgefangen“. Bei den Beschuldigten handelt es sich um zwei Frauen und drei Männer aus Venezuela. Vier von ihnen sind venezolanisch-spanische Doppelstaatsbürger. In die Ermittlungen gegen die Menschenhändler waren auch das Bundeskriminalamt und die spanische Policia Nacional eingebunden. Die Ermittlungen in dem Fall dauern an. Es werde nicht ausgeschlossen, dass es weitere Opfer gibt, sagten die Ermittler in einer Pressekonferenz.

Quellen: APA, Der Standard vom 13.6.2018

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