Frauenhandel

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Schnelles Geld? – In den Fängen der Porno-Industrie

Immer wieder geraten junge Mädchen auf der Suche nach leicht verdientem Geld in die Fänge der Pornoindustrie. Wie es einer jungen Frau erging, die in diese „Branche“ hineingezogen wurde, zeigt nun eine Doku des NDR-Reportagemagazins „STRG_F“. Darin schildert die ehemalige Darstellerin, wie sie teilweise zu Dingen überredet und des weiteren gezwungen wurde, die sie eigentlich gar nicht wollte. Manche der Szenen haben ein tiefes Trauma hinterlassen, dass nun sicher seine Zeit braucht, um es zu überwinden – wenn überhaupt.

Die Doku zeigt den perfide manipulierten Einstieg der jungen Frau. Denn um irgendwie Geld zu verdienen, meldete sie sich auf einer Amateurplattform an, um dort erotische Bilder kostenpflichtig anzubieten. Eigentlich nichts dabei, dachte sie, bei ein wenig „Softcore“ kann nichts passieren. Ein Pornodarsteller kontaktierte die Frau daraufhin und legte ihr einen Dreh bei einem bekannten Produzenten nahe. Wie es dann weiter ging schildert die Doku, sowie der verlinkte Artikel unten.

 

 

Geködert und manipuliert: Deutsche Porno-Aussteigerin packt zur Branche aus

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Gemeinsame Aktion gegen Menschenhändlerring

Die Polizei in Österreich, Rumänien und Großbritannien hat in einer gemeinsamen Aktion einen Menschenhändlerring zerschlagen. Seit 2012 soll diese Organisation in mehreren europäischen Ländern Frauen der Prostitution zugeführt haben. Davon sollen 28 Opfer über die Jahre teils mit Schlägen und Drohungen zur Prostitution gezwungen worden sein, gut die Hälfte davon in Wien, lt. Bundeskriminalamt.

Bei der gemeinsamen Polizeiaktion führten rumänische Ermittler 16 Hausdurchsuchungen im Landkreis Giurgiu durch. Dabei wurden 22 Verdächtige festgenommen, darunter drei Männer, die die „Wiener Filiale“ der Menschenhändler betrieben haben sollen. Das Landeskriminalamt Wien durchsuchte zeitgleich zwei Wohnungen in Favoriten und Meidling, eine weitere Amtshandlung erfolgte in Huddersfield in Großbritannien. In Wien gab es zwar keine Festnahmen, es wurden aber Datenträger, Mobiltelefone und Unterlagen von Beschuldigten sichergestellt.

Um die Herkunft der Einnahmen zu verschleiern, betrieben der Haupttäter und seine Verwandten ein Familienunternehmen. Unter diesem Firmendeckmantel sollen auch weitere illegale Geschäfte mit Gold aus der Türkei gelaufen sein. Zudem besteht der Verdacht, dass sie gefälschte britische Pfund in Verkehr brachten. Den illegale Gewinn, der durch die begangenen Straftaten insgesamt erzielt wurde, schätzen die Polizeibehörden auf über eine Million Euro.

Quelle: APA vom 15.5.2020

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Moderne Sklaverei: Pflegerinnen in Österreich

Opfer „moderner Sklaverei“ – nicht irgendwo weit weg, – nein hier, vielleicht gleich nebenan! Experten bezeichnen jene Pflegerinnen aus dem Ausland, die in Österreich in der 24-Stunden-Pflege arbeiten, ganz zurecht als Opfer der modernen Sklaverei. Denn es gibt zehntausende Frauen, die hier, mitten in Österreich, unter miserabelsten Bedingungen leben und arbeiten. Sie leisten Unmenschliches und bleiben vollkommen unsichtbar. Sie sind an unfaire Verträge gefesselt, die sie nicht verstehen, und für sie gelten die arbeitsrechtlichen Errungenschaften unseres Sozialstaats nicht.

Und es ist auch kein Zufall, dass es Frauen sind, die hier so miserabel behandelt werden. Sie machen jene Arbeit, die seit jeher als „weiblich“ gilt: nämlich Pflegen, Kümmern, Trösten. Und sie entlasten damit andere Frauen, die bisher aufopferungsvoll diese Arbeit übernommen haben: Ehefrauen, Töchter, Schwiegertöchter. Vielleicht ist das auch einer der Gründe, wieso über die Pflegerinnen niemand redet, nicht einmal die Feministinnen.

Darüber hinaus wurde diesen slowakischen, rumänischen, ungarischen und anderen Pflegerinnen, besser gesagt ihren Kindern, Anfang dieses Jahres sogar die Familienbeihilfe gekürzt – oder wie es so schön in der offiziellen Kommunikation der Regierung formuliert wurde, „angepasst“. Es gab keinen Aufschrei, obwohl diese Frauen mitten unter uns leben, unsere Alten und Kranken pflegen und vielleicht bald auch uns.

Weitere Informationen zu diesem Missstand finden sich in folgenden Artikeln:

Experten sehen rumänische Pflegerinnen als Opfer „moderner Sklaverei“

Pflegerin Elena und ihre stille Armee

Quelle: Der Standard v. 8.11.2019

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LOVERBOY: Prävention, die nicht ermüdet …

Das Thema LOVERBOY ist noch lange nicht ausgereizt und topaktuell, wie sich in einem ausführlichen Beitrag in einer der letzten ZDF-Sendungen „Aktenzeichen XY“ zeigt.

Ganz wichtig dabei ist die Prävention und damit die Aufklärung in den Schulen und sozialen Einrichtungen, die von jungen Mädchen frequentiert werden. Den goldenen Mittelweg zu finden zwischen guter und ausreichender Info, der auch zugehört wird, und ermüdender Wiederholung ist dabei sicher nicht leicht. Besonders dort, wo junge Menschen mit allen möglichen „Werbungen“ umgarnt werden, aber selten jemand wirklich persönlich für sie Zeit hat. LOVERBOYS nehmen sich diese Zeit – und das macht sie so brandgefährlich.

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Sind Frauen immer nur arme passive Opfer ?

Diese Frage stellte Isabella Chen, Mitarbeiterin der Lefö-Interventionsstelle für Betroffene des Frauenhandels, in einem Artikel in der Presse vom 3.3.2019. Dabei stellt sie fest, dass vielfach falsche Bilder im Kopf die grundlegenden Ursachen von Frauenhandel verdecken. Grundsätzlich bewegt sich die Debatte über Frauenhandel im Spannungsfeld zwischen Migrationspolitik, Kriminalitätsbekämpfung und der Wahrung von Menschen- und Frauenrechten sowie dem Opferschutz.
Dabei zeigt sich, dass im gesellschaftlichen Diskurs Frauenhandel immer wieder mit dem Konzept von „illegaler Migration“ vermischt wird. Meistens beginnt es in der Rhetorik mit dem Schutz von Frauen, um dann in restriktiven Migrationsmaßnahmen zu enden. Dadurch werden Maßnahmen wie beispielsweise verstärkte Kontrollen an den Grenzen gesetzt, die den Kampf gegen Frauenhandel unterstützen sollen. Das Ziel von Menschenhändlerinnen ist aber die Ausbeutung im Zielland, weshalb Betroffene an der Grenze überwiegend nicht als solche erkannt werden können. Angeblich einfache Lösungsansätze, wie restriktive Migrationspolitik oder die Regulierung von weiblicher Arbeitsmigration zum „Schutz der Frau“, sind einseitig, ignorant und bevormundend. Vielmehr noch erhöhen repressive Migrationspolitiken die Verletzlichkeit von Migrantinnen und ermöglichen deren Ausbeutung.

Hier der ganze Artikel zur Nachlese

Frauen sind nicht arme passive Opfer

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