Frauenhandel

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NÖ: Menschenhändler aus Südamerika am Werk

Ein Schlag gegen den organisierten Menschenhandel erfolgte vergangene Woche in Niederösterreich. Nach der Aktion sind nun fünf Beschuldigte sind in Haft, so Omar Haijawi-Pirchner, Leiter des Landeskriminalamtes. 13 Frauen aus Venezuela und Kolumbien, die zur Prostitution gezwungen worden waren, wurden aus der Gewalt der Tätergruppe befreit. Zwei weitere wurden quasi „abgefangen“. Bei den Beschuldigten handelt es sich um zwei Frauen und drei Männer aus Venezuela. Vier von ihnen sind venezolanisch-spanische Doppelstaatsbürger. In die Ermittlungen gegen die Menschenhändler waren auch das Bundeskriminalamt und die spanische Policia Nacional eingebunden. Die Ermittlungen in dem Fall dauern an. Es werde nicht ausgeschlossen, dass es weitere Opfer gibt, sagten die Ermittler in einer Pressekonferenz.

Quellen: APA, Der Standard vom 13.6.2018

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Sekten und unfreiwilliger Sex

Das es in Sekten und sektenähnlichen Gruppierungen manchmal zu unfreiwilligem Sex bzw. sexueller und Arbeits-Ausbeutung kommt, sollte eigentlich hinlänglich bekannt sein. Ein weiterer Fall in dieser Reihe wurde nun bekannt, indem die US-Schauspielerin Allison Mack, bekannt aus der US-Fernsehserie „Smallville“, wegen des Verdachts auf Menschenhandel festgenommen worden. Der 35-Jährigen, die in Deutschland geboren wurde, wird vorgeworfen, Frauen für eine angebliche Selbsthilfegruppe rekrutiert zu haben, in der sie zum Sex mit deren Anführer gezwungen worden seien. Dies teilte der New Yorker Staatsanwaltschaft mit. Die Opfer seien sowohl sexuell als auch durch ihre Arbeit ausgebeutet worden. Anführer der Sekte sei Keith Raniere. Viele Mitglieder der ansonsten nur aus Frauen bestehenden Organisation hätten ein Brandzeichen mit seinen Initialen getragen.

Pyramidenspiel der anderen Art

Keith Raniere wurde im März unter dem Vorwurf des Sexhandels in Mexiko festgenommen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft baute er in den vergangenen 20 Jahren eine Reihe angeblicher Selbsthilfeprogramme innerhalb seiner Dachorganisation namens Nxivm (ausgesprochen Nexium) auf und betrieb Einrichtungen in den USA, Mexiko, Kanada und Südamerika. Dabei kosteten die Kurse jeweils mehrere tausend Dollar und die Teilnehmerinnen wurden dazu ermutigt, für Zusatzkurse zu zahlen und andere Mitglieder zu werben, um innerhalb der Organisation aufzusteigen.

Quellen: CBS-News, The Guardian, Tagespiegel, ORF

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Endstation Mittelmeerroute – Prostitution

Migrantinnen in der Falle

Viele Frauen aus Afrika landen in Italien auf dem Straßenstrich. Gekommen sind sie in der Hoffnung auf eine Ausbildung oder Jobs. Kriminelle Netzwerke zwingen sie in die Prostitution. – Gestaltung: Jan-Christoph Kitzler

Viele Afrikanerinnen hoffen auf ein besseres Leben in Europa – und landen hier am Straßenstrich. In Italien ist das besonders augenfällig. Die Prostituierten an den Ausfallsstraßen der Großstädte sind fast ausnahmslos junge Frauen aus Westafrika.

Sie sind aus ihrer Heimat geflüchtet oder unter falschen Versprechungen nach Italien gelockt worden. Die kriminellen Netzwerke, die dahinter stehen, werden meist von Migranten selbst betrieben. Wer aussteigen will, riskiert sein Leben. Ein paar, die es geschafft haben, verstecken nun ihrerseits junge Frauen und versuchen, ihnen ein neues Leben zu ermöglichen. Die Behörden bieten wenig Unterstützung, das Geschäft bedient ganz Europa, ein Lokalaugenschein.

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Quelle: Ö1 Journal-Panorama vom 30.10.2017

 

 

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„Open your eyes“ – in Wien hat’s funktioniert

Wie ORF und andere Medien am Mittwoch, den 6. 9. 2017 berichteten, ist es der Polizei in Wien am Vortag  gelungen in mehreren Wohnungen im 3., 8., 10. und 16. Bezirk, ein großangelegtes Netzwerk illegaler Prostitution aufzudecken. Bei drei der Frauen gibt es laut dem Leiter der Meldestelle Prostitutionsangelegenheiten Wolfgang Langer „eindeutige Hinweise auf Zwangsprostitution und Menschenhandel“. Diese hätten etwa erzählt, dass man ihnen ihre Papiere weggenommen und sie eingeschüchtert habe. Über die Analyse von Handydaten und die Einvernahme der Vermieter beziehungsweise Eigentümer der – nunmehr polizeilich geschlossenen – Wohnungen erhofft man sich weiterführende Spuren zu den Drahtziehern des Netzwerks. Die Polizei war durch verschiedene Hinweise auf die Chinesinnen, die zwischen 25 und 50 Jahre alt sind, gestoßen. „Einerseits waren das Kunden der Frauen“, so Langer, „die haben uns gesagt, schaut da einmal hin, die schauen nicht besonders glücklich aus.“ Einige Freier hatten sich auch mit Geschlechtskrankheiten angesteckt. Andere Tipps kamen von Nachbarn und Betreibern legaler Lokale. Durch Anzeigen im Internet fand man die Wohnungen dann. Hinweise aus der Bevölkerung sind vor allem bei Zwangsprostitution und Menschenhandel häufig ein wesentlicher Bestandteil der Ermittlungserfolge.

Open your eyes

Quellen: ORF, APA, derStandard

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Ein Zeitungsartikel aus Rumänien

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