Allgemein

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Kinderhandel: Leihmutterschaft

Viele Menschen wollen Kinder, aber einigen ist dies aus verschiedensten Gründen nicht möglich. Neben künstlicher Befruchtung und Adoption hat sich in den letzten Jahren ein anderer „Geschäftszweig“ aufgetan, der mehr als fragwürdig ist, die Leihmutterschaft. Und diese ist, bei näherer Betrachtung, eine Form von Kinderhandel, der die Bedürfnisse von Erwachsenen über jene der Kinder stellt. Dabei wird die Bedeutung der Schwangerschaft für das Kind und seine spätere Entwicklung bagatellisiert oder sogar ignoriert. Dabei zeigen gerade neuere Forschungsergebnisse, wie sehr das Kind bereits durch die Schwangerschaft im Mutterleib geprägt wird.

All die ethische Fragen werden dabei tunlichst ausgeblendet: Dürfen wir alles machen, nur weil wir es können? Was sind die Auswirkungen auf Schwächere, auf die Gesellschaft insgesamt? Was passiert, wenn Reproduktionsverfahren einer kommerzialisierten Welt zunehmend von Profit- und Wunschdenken dominiert werden?

Eva Maria Bachinger ging diesen Fragen in einem Standard-Artikel nach → Leihmutterschaft

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Südamerika: Sklavenring ausgehoben

Einer koordinierten Polizeiaktion in 13 Ländern der Karibik und Lateinamerikas ist es zu verdanken, dass etwa 350 Opfer von Menschenhändlern befreit werden konnten. Männer, Frauen und Minderjährige seien in Nachtclubs, auf Bauernhöfen, in Minen, Fabriken oder auf Märkten gefunden worden, erklärte ein Sprecher von Interpol. Die Polizeioperation „Libertad“ fand in Antigua und Barbuda, Aruba, Barbados, Belize, Brasilien, Curacao, Guyana, Jamaika, St. Lucia, St. Vincent und die Grenadinen, Trinidad und Tobago, den Turks- und Caicosinseln sowie in Venezuela statt. Die Koordination erfolgte über Lyon und Buenos Aires. Der Einsatz umfasste bei 500 Einsatzkräften und es wurden 22 Verdächtige festgenommen, teilte die internationale Polizeiorganisation Interpol gestern mit. Zwangsarbeit und Prostitution waren die Haupteinsatzorte der modernen Sklaven.

Quelle: Interpol, ORF

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Paketzusteller – ein Sklavenjob, den jeder sieht …

Die Paketzustellung ist am „freien Markt“ fest in Händen von einigen großen Playern. DHL, UPS, DPD, GLS usw. geben hier den Ton an, doch sog. „Outsourcing“ und damit weiteres Lohndumping dur Sub-Unternehmer ist auch hier mehr oder weniger die Regel – der Stundenlohn ist vielfach bei unter 5 Euro angesiedelt. Arbeitszeiten von 55 und mehr Wochenstunden die Regel. Mit Zunahme des Onlinehandels nehmen auch die Paketzustellungen zu – und damit die Ausbeutung der hier Beschäftigten. Die Undercover-Doku zeigt die Realität aus Sicht des Zustellers:

Im zweiten Teil gibt es zwar einige Wiederholungen aus dem ersten Teil, doch kommen nun noch mehr Hintergrundinformationen zu Tage. Insbesondere das „Böse B-Wort“ = die Frage nach dem Betriebsrat, die schlußendlich zu Kündigung führt, sowie nicht umgesetzte „Verbesserungen“ geben ein grausames Bild einer boomenden Branche.

Allein nun zu sagen, dann soll man nichts im Internet bestellen, kann nicht die Lösung sein. „Consumer Action“ kann einiges bewirken, doch nur im Verein mit anderen Aktionen. Es ist insbesondere zu hinterfragen, welche Gewinnmargen hier dahinter stecken. Denn allein wenn der Service mehr für den Kunden kostet, heißt das noch lange nicht, dass sich die Situation für die „Angestellten“ verbessert. Insbesondere die Anwendung bzw. Zulassung von Subunternehmen ist in Frage zustellen und unter welchen Bedingungen für die Arbeitnehmer sie ihre Dienste anbieten. Solange einzig und allein der Gewinn, und damit das Auspressen des Arbeitnehmers, als oberste Maxime gilt, wird sich wenig ändern – egal ob wir nun Schokolade, Zitronen, Gurken oder Elektronik, Bücher oder sonst etwas kaufen. Die Wirkliche Schuld liegt am System und diese kann nur durch politisches Handeln geändert werden. Dazu braucht es ausreichend Druck aus der Gesellschaft!

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Die grüne Lüge

Wem oder was kann man noch trauen?

Viele von uns möchten durch das eigene Konsumverhalten einen Beitrag zu einer besseren Welt leisten. Doch nachhaltiger Konsum ist nicht so einfach, und entpuppt sich mehr und mehr zu einer Chimäre. Dazu hat Werner Boote gemeinsam mit Autorin Kathrin Hartmann einen neuen Dokumentarfilm mit dem Namen: „The Green Lie“ gedreht, der ab März in den Kinos zu sehen sein wird. Demnach führen uns Konzerne und Händler mit Begriffen wie „nachhaltig“ und „grün“ an der Nase herum und machen damit gute Geschäfte. Auch auf Marken wie „FairTrade“ oder „UTZ“ usw., ist nicht immer Verlass und diese garantieren nicht, dass die damit bezeichneneten Produkte frei von Menschenrechtsverletzungen, unsauberer Produkteion, usw. sind
Ein Film der der Frage nachgeht, was oder wem man noch glauben kann/darf und in wie weit wir selber eine Kontrolle über die von uns gebrauchten Güter haben. Ein Film zum Nchdenken und zum Aufstehen gegen Irreführung und Ungerechtigkeit.

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Menschenhandel mit Flüchtlingen

Der nachfolgende Bericht von CNN zeigt die realen Zustände in Lybien. Es als Hölle zu bezeichnen klingt fast schon als Hohn. Fassungslos muss/kann man mitansehen, wie schon lange überwundene Szenen des Menschenverkaufs  heute stattfinden.

Obwohl die Vermutung schon seit Jahren besteht und auch fallweise ihre Bestätigung fand, dauerte es bis jetzt, dass eine breitere Öffentlichkeit auf diesen unerträglichen Missstand aufmerksam wurde. Bereits im April hatte die Internationale Organisation für Migration (IOM) von Sklavenmärkten im Süden des Landes in Sabha berichtet, wo vor allem Migranten aus Gambia, Nigeria und Ghana von bewaffneten Gruppen ausgebeutet, festgehalten und zum Teil zum Preis von 200 bis 450 Euro weiterverkauft würden. Die IOM schätzt, dass sich derzeit zwischen 700.000 und einer Million Migranten in Libyen vor allem aus subsaharischen Ländern, aber auch aus Nordafrika aufhalten. Viele von ihnen kamen eigentlich nach Libyen, um im nordafrikanischen Ölstaat zu arbeiten. Nun wollen sie wegen den chaotischen Zuständen wieder zurück in die Heimat, so berichten auch andere Hilfsorganisationen. Doch würden sie festgenommen, um die Verwandten zu erpressen. Oder aber eben, um auf einer Auktion versteigert zu werden.

Quelle: IOM, APA 19.11.2017

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