Allgemein

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Im Kino: Harriet – Der Weg in die Freiheit

Der Historienfilm von Kasi Lemmons, der im September 2019 im Rahmen des Toronto International Film Festivals seine Premiere feierte und am 1. November 2019 in die US-Kinos kam. In Deutschland soll der Film am 9. Juli 2020 erscheinen. Die Filmbiografie erzählt vom Leben der bekanntesten afroamerikanischen Fluchthelferin Harriet Tubman, die selbst der Sklaverei entkommen konnte. Im Rahmen der Oscarverleihung 2020 wurde Cynthia Erivo als beste Hauptdarstellerin nominiert, zudem Stand Up als bester Filmsong.

Ab Morgen zu sehen in den Österreichischen Kinos.

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Saurer Spargel

Eine Erntehelferin wehrt sich gegen die „Normalität“.

Das die Situation und die Erwerbsumstände prekär sind, wissen jene, die es wissen wollen, schon seit geraumer Zeit. Alle anderen wurden dieser Tage erneut durch einen Bericht in den Medien auf die teilweise katastrophalen Zustände aufmerksam gemacht.

Eine Rumänin hatte mit Hilfe der Kampagne „Sezonieri“ die Öffentlichkeit via sozialer Medien aufmerksam gemacht. Die von der Produktionsgewerkschaft Pro-Ge unterstützte Kampagne macht seit 2014 auch in Österreich auf die Arbeitsbedingungen von mehrheitlich migrantischen Erntearbeitern aufmerksam. Sezonieri-Aktivistinnen hatten die Fotos dann via sozialer Medien verbreitet. Die Bilder zeigen kleine desolate Zimmer, mit Schimmel an den Wänden und Kakerlaken in den Betten. In einem Raum wurden bis zu elf Personen in Stockbetten untergebracht. Die sanitären Anlagen würden teilweise so nicht einmal in der Tierhaltung durchgehen. Pro Tag wurde jeden „Insassen“ vier Euro für die „Unterkunft“ abgenommen. Weiterlesen

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Fleisch – Handel

Rinder und Schweine werden im Akkord umgebracht (oder wie man sagt, geschlachtet) und zerlegt. Danach geht es zur Filetierung und wird nett und adrett auf Kunststofftassen in Cellophan eingeschweißt, in Kisten gepackt und landet „sauber“ in den Regalen der Supermärkte.

Jene, die dies bewerkstelligen, pendeln für den Job vielfach hunderte Kilometer quer durch Europa und leben wochentags zusammengepfercht (wie ihre Opfer vor der Schlachtung) auf engstem Raum in Massenquartieren. Bezahlt wird soviel, dass sich das Lohndumping für die Unternehmen rentiert, wovon dann noch überteuerte Unterkünfte, Geld für Messer und Arbeitskluft abgezogen werden. Wobei unbezahlte Überstunden und falsche Gehaltsabrechnungen im intransparenten Netzwerk der unzähligen Subfirmen System haben. – Den Kunden freut‘s, das Schnitzel kostet im Kilo nur € 5,99.- !!!
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Tödliche Flucht – Krimiserie auf ARTE

„Tödliche Flucht“ ist eine irische Krimi-Serie, die sich mit den modernen Formen des Menschenhandels beschäftigt.

Irland: Die Kommissarin Jen Rooney und ihr Team übernehmen die Untersuchungen zu einem besonders grausamen Mordfall. Ein junges nigerianisches Mädchen wurde brutal zusammengeschlagen bei einer Bushaltestelle aufgefunden. Die Ermittlungen führen Jen Rooney ins Rotlicht-Milieu, das unerwartete Verbindungen zu einem Flüchtlingsheim aufweist.

Alle Folgen sind vom 23. Januar bis 21. Februar online abrufbar.

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17.12.2019: Tag gegen Gewalt an SexarbeiterInnen

Nur Rechte verhindern Unrecht.

Der 17. Dezember wird weltweit als Tag gegen Gewalt an SexarbeiterInnen begangen. Anlässlich dieses Aktionstages fordern die Selbstorganisation von SexarbeiterInnen und die Fachberatungsstellen in Österreich ein Ende der Diskriminierung und gesellschaftlichen Marginalisierung von SexarbeiterInnen.

Gewalt gegen SexarbeiterInnen äußert sich zwar auf der persönlichen Ebene, wird aber vor allem auch auf der strukturellen Ebene verursacht: durch die stigmatisierenden und diskriminierenden gesetzlichen Regelungen zur Ausübung der Prostitution und durch eine restriktive Migrationspolitik.

Sexarbeit ist in Österreich gesetzlich zwar erlaubt und steuerpflichtig, wird aber nach der gültigen Rechtsprechung als sittenwidrig angesehen. SexarbeiterInnen werden Pflichten aufgebürdet, ihre Rechte werden aber ignoriert und durch die gesetzliche Regelung und ihre Umsetzung ständig verletzt. Dazu gehören das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person (Art. 3, AEMR = Allgemeine Erklärung der Menschenrechte), das Recht auf Arbeit, freie Berufswahl, auf gerechte und befriedigende Arbeitsbedingungen (Art. 23, Allgemeine Erklärung der Menschenrechte) und das Recht auf gleichen Schutz durch das Gesetz (Art. 7, Art. 3, Allgemeine Erklärung der Menschenrechte). Weiterlesen

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