Kinderhandel

Bombengeschäft: Kindersoldaten

Ehemalige Kindersoldaten aus Sierra Leone und Uganda kämpften im Irak für die US-Armee – inoffiziell, denn rekrutiert wurden sie von einer privaten Firma. Solche privatwirtschaftlich organisierte „Sicherheitsunternehmen“ verdienen mit ihren Angestellten eine Menge Geld – auch mit Minderjährigen.

Aus Sicht der Regierung Sierra Leones war die Rekrutierung von ehemaligen Kindersoldaten für den Irak ein ziemlich gutes Geschäft: Man hoffte, dadurch örtliche Unruhestifter über eine gewisse Zeit loszuwerden. Nach zwei Jahren würden die Kämpfer gutes Geld verdient haben, zurückkommen und zur Stabilisierung des vom Bürgerkrieg zwischen 1991 und 2002 zerrütteten Landes beitragen. Also halfen sie mit, Männer für den Krieg auszubilden, die dann als Söldner für die USA im Irak töten sollten. Ihr Schicksal zeigte die Dokumentation „Der neue Job des Kindersoldaten“, die auf Arte gesendet wurde.

Die Dänin Mette Heide schildert in dem Film, wie sehr private Militärunternehmen inzwischen Teil der modernen Kriegsführung sind. Das Ganze ist ein Bombengeschäft, denn wer schießen kann, bekommt Arbeit.

Das Video ist noch in der Arte Videothek verfügbar.

Quelle: Der Standard/ARTE.de

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Fachtagung „Lost in Migration“

Mehr als 10.000 Jugendliche Migranten spurlos verschwunden

Heute findet in Linz die Fachtagung „Lost in Migration“ der Kinder- und Jugendanwaltschaften statt, welche auf Verbrechern zum Opfer gefallene Unbegleitete aufmerksam machen soll.

Unbegleitete Minderjährige auf der Flucht sind so gut wie immer einem besonderen Risiko ausgesetzt. Die Schätzungen gehen jenseits der 10.000, die in Europa spurlos verschwunden sind. Mit großer Wahrscheinlichkeit ist ein Teil von ihnen in die Gewalt von Verbrechern geraten. 2015 suchten 88.300 unbegleitete Jugendliche – laut Definition Personen unter 18 – in der EU Schutz, wobei nicht wenige auf dem Weg in eine vermeintlich sichere Zukunft spurlos verschwinden. Weiterlesen

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Moderne Sklaven: Vom Luxusgut zur Wegwerfware

Auf dieser Seite

Ein Fallbeispiel

Vor einigen Wochen ging die Meldung von einem misshandelten Hausmädchen aus Pakistan durch verschiedene Medien. Es ist eine Geschichte, wie sie auch in anderen Ländern, etwa Haiti, immer wieder passiert – meist mit keinem guten Ausgang, wie in diesem Fall. Tayyaba, so der Name des zehnjährigen (!) Mädchens wäre immer noch in dem Haus in einer reichen Gegend der pakistanischen Hauptstadt Islamabad, wenn nicht ein Foto von ihr auf Twitter die Runde gemacht hätte. Es zeigt sie mit einem dick geschwollenen rechten Auge, Schürfwunden, blauen Flecken und Brandblasen an den Händen. Die Ärzte entdeckten dann insgesamt mehr als 20 Verletzungen an ihrem Körper. Tayyaba sei gefoltert worden, heißt es in dem Bericht, der dem Obersten Gericht vorgelegt wurde. Weiterlesen

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Handelsobjekt – Kinder

FluchtkindWas Insider schon seit längerer Zeit hinter vorgehaltener Hand diskutierten, wurde nun durch einen Bericht des britischen Observer öffentlich gemacht. Nach der Ankunft in Europa verliert sich von mehr als 10.000 alleinreisenden Flüchtlingskindern jede Spur. Das sagte ein Sprecher der europäischen Polizeibehörde Europol am vergangenen Sonntag in Den Haag. Europol befürchtet, dass viele davon in die Hände von Kriminellen geraten sind und etwa zur Prostitution oder zu gefährlichen Arbeiten gezwungen bzw. einfach weiter verkauft werden. Weiterlesen

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Ein kleiner Blick nach Afrika …

Schule-AfrikaDer bekannte Journalist Karim El-Gawhary Arabesken schreibt in einem Posting auf Facebook:
Unglaubliche Zahlen: 68 Millionen Mädchen unter 14 Jahren sind Kinderarbeiter. Letzres Jahr wurden 15 Millonen Mädchen unter 18 verheiratet. Alle zwei Sekunden eine Kinderbraut. 17 Millionen wuden schwanger, vor dem rechtlich festgelegten Ehe-Mindestalter. 720 Millionen der heute lebenden Frauen wurden unter 18 verheiratet. Eine halbe Millionen Mädchen wurden von Menschenhändler verslavt. 20 Millionen Mädchen haben keine Schule von Innen gesehen oder die Grundschule nicht abgeschlossen. Die durchschnittlichen Ausgaben für die Bildung bis zum Alter von 16 Jahren. Afrikanische Mädchen 400 $, ein Mädchen im Europa oder der USA 100.000 $

Der ganze Artikel kann hier gelesen werden.

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Der Vater der Drehscheibe verabschiedet sich …

Kind_bettelManchen von uns sind sie schon begegnet, bettelnde Kinder, so gut wie nicht der Landessprache mächtig, mit augenscheinlicher Herkunft aus osteuropäischen Ländern. Für hier lebende Menschen ist es kaum vorstellbar, aus welcher Tristesse sie kommen bzw. in der sie leben, so man dies als Leben überhaupt bezeichnen kann.

Sie sind Sklaven, gefangen gehalten in kriminellen Organisationen, die ihre Herkunft und ihren Lebenshintergrund als Basis für ihr „erfolgreiches“ Geschäftmodell verwenden. Gegenüber dem nebenstehenden Bild hat sich, bis vielleicht auf die Kleidung, nicht viel verändert. Auf jeden Fall sind die Not und die Ausbeutung  gleich geblieben.

Norbert Ceipek geht nun in den Ruhestand. Er war seit 1977 bei der Wiener Jugendwohlfahrt tätig und über Jahre Leiter der Wiener „Drehscheibe“, einer von ihm gegründeten Einrichtung, die von der Polizei aufgegriffene ausländische Kinder aufnimmt. Petra Stuiber von der Tageszeitung DER STANDARD führte mit ihm ein Interview, „über verpasste Chancen im Kampf gegen Menschenhandel, Anfeindungen und seinen neuen Unruhestand.“

Lesen Sie mehr im  Artikel hier, der einigen Aufschluss über den Kampf gegen organisierten Kinderhandel gibt → Ceipek_abschied

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