Im Süden der EU: Moderne Sklaverei geht weiter …

Vielleicht sind die klangvollen Namen „Bittere Orangen“ oder „Saure Gurken“ von einschlägigen Dokumentationen betreffend moderner Sklaverei bei ErntearbeiterInnen noch in Erinnerung. Dass sich an der Situation bis dato wenig bis nichts geändert hat, berichten nun eine Redakteurin des Guardian und ein freier Journalist aus Palermo mit Hilfe der NGO „Humanity-United-Stiftung„.

Nun sind es RumänInnen, die sich in totaler Abhängigkeit und Kontrolle von Grundbesitzern befinden und somit Ihre Dasein als Sklaven fristen, damit Europas Tische mit günstigem Gemüse gefüllt werden. Schätzungen zufolge arbeiten bis zu 7.500 Frauen, der Großteil davon stammt aus Rumänien, auf den Feldern Süditaliens.

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Region Tschad-See: Kindersklaven – und dann?

Seit Jahresbeginn haben bereits 27 Kinder in der Region um den Tschad-See in Afrika Selbstmordattentate durchgeführt. Kinder mit Sprenggürteln, von der Islamistensekte Boko Haram in den Tod geschickt, berichten Vertreter von UNICEF.

Etwa 600 Kinder befinden sich derzeit in der Gewalt von Boko Haram – die Mehrzahl sind Mädchen. „Die Medien sprechen ja oft von Kindersoldaten“, erklärt uns Patrick Rose, UNICEF-Verantwortlicher für Mittel- und Westafrika. „Aber in unserem Bereich vermeiden wir diesen Begriff. Denn er trifft überhaupt nicht die Lage dieser Kinder, die wirklich sehr viel komplizierter ist. Oft sind diese Kinder eher eine Art Sklaven: Sie holen Wasser, sie sammeln Feuerholz, sie übernehmen Aufgaben im Haushalt. Das sind also häufig Rollen, die viel weniger verantwortlich – in Anführungszeichen! – sind als die eines Kindersoldaten oder Kämpfers. Eine Mehrzahl der Mädchen wird sexuell missbraucht und dazu gezwungen, die Kinder von Boko-Haram-Kämpfern auszutragen. Geboren werden diese Kinder natürlich in der Regel irgendwo im Wald, ohne ärztliche Hilfe in der Nähe.“ Weiterlesen

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Zuerst Flüchtlinge – jetzt Sklaven

Das Los Flüchtling zu sein ist eines, um das einem sicher niemand beneiden muss – auch wenn manche postings in unseren Medien oft anderes vorgeben. Die Wirklichkeit hinter manch schöner Fassade, ist eher ein Blick in den Abgrund, wie der Artikel „Die EU hat die Türkei als offenes Gefängnis gemietet“ auf DIE ZEIT-online“ berichtet.

Demnach schlagen sich 90 Prozent der syrischen Flüchtlinge in der Türkei in Städten und Dörfern irgendwie durch – von irgendeiner „staatlichen“ Unterstützung somit keine Spur. Basmane, ein Stadtteil von Izmir, ist ein Arbeiterviertel der ärmlichsten Sorte, hier stehen Textil- und Schuhfabriken, in denen Tausende arbeiten, schwarz und für Hungerlöhne. Vor allem aber ist Basmane seit Jahrzehnten ein Sammelbecken für all jene, die in die Großstadt gekommen sind, weil sie irgendwo alles zurücklassen mussten. Erst waren es Armenier, dann Kurden; nun sind es die Syrer.

Es fragt sich, was mit dem Geld aus Brüssel wirklich passiert, bzw. ob es denn überhaupt in Richtung Türkei unterwegs ist. Die Betroffenen jedenfalls finden sich in mehr als prekären Verhältnissen wieder, nachdem sie meist nur ihr nacktes Leben retten konnten, werden sie nun auch noch schamlos ausgebeutet.

 

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Weg der gekreuzigten Frauen

Ein ganz besonderer Kreuzweg findet diesen Freitag in Rom statt. Nicht am Kolosseum und der Papst nimmt auch nicht daran teil – trotzdem ist dieser Kreuzweg wohl einer der eindringlichsten in der ganzen Ewigen Stadt. Er ist eine Via Crucis für die gekreuzigten Frauen: Zum dritten Mal lädt die katholische Gemeinschaft Papst Johannes XXIII. dazu ein, um mitten in Rom an das Drama der Frauen zu erinnern, die Opfer von Prostitution und Menschenhandel sind.

„Ich rufe die Gemeinschaft Papst Johannes XXIII. dazu auf, weiter für Frauen einzutreten, die aus der Prostitution befreit werden konnten.“ Das hat Papst Franziskus am Mittwoch bei seiner Generalaudienz gesagt. „Und ich lade die Römer dazu ein, am Kreuzweg für die gekreuzigten Frauen an diesem Freitag im Stadtviertel Garbatella teilzunehmen.“

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Fachtagung „Lost in Migration“

Mehr als 10.000 Jugendliche Migranten spurlos verschwunden

Heute findet in Linz die Fachtagung „Lost in Migration“ der Kinder- und Jugendanwaltschaften statt, welche auf Verbrechern zum Opfer gefallene Unbegleitete aufmerksam machen soll.

Unbegleitete Minderjährige auf der Flucht sind so gut wie immer einem besonderen Risiko ausgesetzt. Die Schätzungen gehen jenseits der 10.000, die in Europa spurlos verschwunden sind. Mit großer Wahrscheinlichkeit ist ein Teil von ihnen in die Gewalt von Verbrechern geraten. 2015 suchten 88.300 unbegleitete Jugendliche – laut Definition Personen unter 18 – in der EU Schutz, wobei nicht wenige auf dem Weg in eine vermeintlich sichere Zukunft spurlos verschwinden. Weiterlesen

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Papstbotschaft: Schluss mit Menschenhandel

Es ist nun an der Zeit, dem Handel mit Menschen ein Ende zu setzen, der eine schlimme Form der Sklaverei und eine abscheuliche Plage darstellt. Zeilen von  Papst Franziskus in einer Botschaft an die 17. OSZE-Konferenz gegen Menschen- und Kinderhandel, die derzeit in Wien tagt. Die Botschaft wurde durch den Untersekretär der Sektion Migration und Flüchtlinge des Dikasteriums für ganzheitliche Entwicklung des Menschen, Jesuitenpater Michael Czerny, verlesen. Die Sektion wird durch Papst Franziskus selbst geleitet. Weiterlesen

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Aufgedeckt: Konzern verdiente mit Sklavenarbeit

Mit der Zahlung von umgerechnet neun Millionen Euro werde der größte Prozess „wegen Sklavenarbeit in der Geschichte Brasiliens“ beigelegt, teilte das Arbeitsministerium des südamerikanischen Landes vergangenen Donnerstagabend mit. Odebrecht – ein Konzern wie eine bösartige Spinne, so jedenfalls könnte man ein Unternehmen sehen, das ein Netz aus Geheimkonten, Briefkastenfirmen und Geldwäschern über fast ganz Südamerika und Afrika spannte. Die Ermittlungen gegen den brasilianischen Bauriesen begannen 2014 und förderten nach und nach ein ausgeklügeltes System zur Zahlung von Schmiergeldern an Politiker, Parteien, Staatsbeamte und Manager zutage. Weiterlesen

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