Arbeitsausbeutung

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Tabuthema: Sugar Mamas

Das Magazin Biber (→ „biber“ bedeutet auf türkisch „Pfefferoni“ und auf serbokroatisch „Pfeffer“) berichtet in seiner neuesten Ausgabe über ein Thema, welches hierzulande mehr als Tabu ist. Es geht um die Beziehung von Frauen im fortgeschrittenem Alter zu jüngeren Männern – und hier im speziellen zu Männern, die Flüchtlinge sind und sich in Ausnahmesituationen befinden.

Die Flüchtlingswelle im Jahr 2015 brachte es mit sich, dass u.a. auch eine große Anzahl junger Männer nach Österreich kam. Die Medien berichteten damals ausführlich darüber und schürten nicht selten die „verborgenen Ängste der Bevölkerung“, die bis dato unterschwellig für den laufenden Wahlkampf herhalten müssen. Doch zurück zu den eigentlich Betroffenen, den jungen männlichen Flüchtlingen. Diese hatten vor ihrem Weggang aus der Heimat eine Arbeit, szanden in Ausbildung, hatten eine Wohnung, Geld, meist eine Freundin. Angekommen in Österreich haben sie meist nicht mehr als ihre getragene Kleidung und ein püaar Erinnerungen – also eigentlich Nichts. Echte Beziehungen zur angestammten Bevölkerung lassen sich meist nur schwer herstellen, die Barrieren von Sprache, Mentalität und Kultur sind meist enorm. Viele Menschen engagieren sich ehrenamtlich mit großem Einsatz und bieten hier ihre Hilfe an. Doch manche ältere österreichische Frauen sehen im Notstand der männlichen Flüchtlinge auch eine Möglichkeit, „mehere Fliegen mit einer Klappe“ zu erwischen. Dass diese Deals dann manchmal nicht ausgewogen sind und teilweise deutlich die Grenze zur modernen Sklaverei übertreten, zeigt der sachlich gut recherchierte Artikel von Biber auf.

Biber: Sugar-Mamas

Dazu auch ein Bericht des ORF:

 

 

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Hofer: Krumme Bananen-Geschäfte

Der Österreichische Diskonter Hofer, als Teil der Aldi-Kette, führt in seinem Sortiment Bananen des Fruchtkonzerns Fyffes, der bekannt ist für seine prekären Arbeitsbedingungen etwa in Honduras und Costa Rica. Die ArbeiterInnen, die dafür sorgen, dass in den Regalen des Supermarktgiganten tropische Früchte landen, sind so gut wie schutzlos gefährlichen Pestiziden ausgesetzt, Mindestlöhne und Sozialbeiträge sind fremd. Versuchen die ArbeiterInnen sich in Gewerkschaften zu organisieren, werden bedroht, belästigt, misshandelt oder entlassen. Bestehende Gewerkschaften werden nicht anerkannt.

Wie die Organisationen Oxfam und Südwind berichten, ist der irische Fruchtkonzern Fyffes über seine Tochterfirmen ANEXCO (Costa Rica) und Suragroh (Honduras) mitverantwortlich für diese Arbeitsrechtsverletzungen. Fyffes ist der führende Bananenimporteur in Europa, der Konzern gehört außerdem zu den größten globalen Händlern von Ananas und Melonen – und beliefert Aldi, und somit auch Hofer in Österreich. Dies scheint die Schattenseite des Diskonters zu sein, der sonst für seine Nachhaltigkeit ein nicht geringes Werbebudget zur Verfügung stellt. Doch wie ernst ist es Aldi/Hofer damit wirklich, denn wer A sagt, sollte sich trauen auch B zu sagen – oder? Weiterlesen

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Im Süden der EU: Moderne Sklaverei geht weiter …

Vielleicht sind die klangvollen Namen „Bittere Orangen“ oder „Saure Gurken“ von einschlägigen Dokumentationen betreffend moderner Sklaverei bei ErntearbeiterInnen noch in Erinnerung. Dass sich an der Situation bis dato wenig bis nichts geändert hat, berichten nun eine Redakteurin des Guardian und ein freier Journalist aus Palermo mit Hilfe der NGO „Humanity-United-Stiftung„.

Nun sind es RumänInnen, die sich in totaler Abhängigkeit und Kontrolle von Grundbesitzern befinden und somit Ihre Dasein als Sklaven fristen, damit Europas Tische mit günstigem Gemüse gefüllt werden. Schätzungen zufolge arbeiten bis zu 7.500 Frauen, der Großteil davon stammt aus Rumänien, auf den Feldern Süditaliens.

Lesen Sie hier den ganzen Artikel →

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Zuerst Flüchtlinge – jetzt Sklaven

Auf dieser Seite

Das Los Flüchtling zu sein ist eines, um das einem sicher niemand beneiden muss – auch wenn manche postings in unseren Medien oft anderes vorgeben. Die Wirklichkeit hinter manch schöner Fassade, ist eher ein Blick in den Abgrund, wie der Artikel „Die EU hat die Türkei als offenes Gefängnis gemietet“ auf DIE ZEIT-online“ berichtet.

Demnach schlagen sich 90 Prozent der syrischen Flüchtlinge in der Türkei in Städten und Dörfern irgendwie durch – von irgendeiner „staatlichen“ Unterstützung somit keine Spur. Basmane, ein Stadtteil von Izmir, ist ein Arbeiterviertel der ärmlichsten Sorte, hier stehen Textil- und Schuhfabriken, in denen Tausende arbeiten, schwarz und für Hungerlöhne. Vor allem aber ist Basmane seit Jahrzehnten ein Sammelbecken für all jene, die in die Großstadt gekommen sind, weil sie irgendwo alles zurücklassen mussten. Erst waren es Armenier, dann Kurden; nun sind es die Syrer.

Es fragt sich, was mit dem Geld aus Brüssel wirklich passiert, bzw. ob es denn überhaupt in Richtung Türkei unterwegs ist. Die Betroffenen jedenfalls finden sich in mehr als prekären Verhältnissen wieder, nachdem sie meist nur ihr nacktes Leben retten konnten, werden sie nun auch noch schamlos ausgebeutet.

 

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Fachtagung „Lost in Migration“

Mehr als 10.000 Jugendliche Migranten spurlos verschwunden

Heute findet in Linz die Fachtagung „Lost in Migration“ der Kinder- und Jugendanwaltschaften statt, welche auf Verbrechern zum Opfer gefallene Unbegleitete aufmerksam machen soll.

Unbegleitete Minderjährige auf der Flucht sind so gut wie immer einem besonderen Risiko ausgesetzt. Die Schätzungen gehen jenseits der 10.000, die in Europa spurlos verschwunden sind. Mit großer Wahrscheinlichkeit ist ein Teil von ihnen in die Gewalt von Verbrechern geraten. 2015 suchten 88.300 unbegleitete Jugendliche – laut Definition Personen unter 18 – in der EU Schutz, wobei nicht wenige auf dem Weg in eine vermeintlich sichere Zukunft spurlos verschwinden. Weiterlesen

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Aufgedeckt: Konzern verdiente mit Sklavenarbeit

Mit der Zahlung von umgerechnet neun Millionen Euro werde der größte Prozess „wegen Sklavenarbeit in der Geschichte Brasiliens“ beigelegt, teilte das Arbeitsministerium des südamerikanischen Landes vergangenen Donnerstagabend mit. Odebrecht – ein Konzern wie eine bösartige Spinne, so jedenfalls könnte man ein Unternehmen sehen, das ein Netz aus Geheimkonten, Briefkastenfirmen und Geldwäschern über fast ganz Südamerika und Afrika spannte. Die Ermittlungen gegen den brasilianischen Bauriesen begannen 2014 und förderten nach und nach ein ausgeklügeltes System zur Zahlung von Schmiergeldern an Politiker, Parteien, Staatsbeamte und Manager zutage. Weiterlesen

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Prekäre Arbeitsverhältnisse – Zusteller

BBC hat schwere Vorwürfe gegen Logistikfirmen in Europa erhoben, die unter anderem für Firmen wie Ikea, Lutz, DHL, etc. tätig sind. Dem Bericht des öffentlich-rechtlichen Rundfunksenders zufolge erhalten viele LKW-Fahrer bzw. Zusteller, die im Auftrag von namhaften Einzelhändlern oder für Subunternehmen von Logistikfirmen in Westeuropa unterwegs sind, Hungerlöhne von wenigen hundert Euro im Monat. Demnach werden die Mindestlohnregelungen umgangen, indem die Fahrer auf dem Niveau ihrer osteuropäischen Heimatländer angestellt werden, obwohl sie angeblich ausschließlich in westeuropäischen Ländern unterwegs sind. Manche Fernfahrer hausen teils monatelang in ihren Führerkabinen ohne regelmäßigen Zugang zu Toiletten oder fließendem Wasser, bzw. müssen immer auf Abruf bereitstehen. Auf der anderen Seite wird von den Unternehmen „teurer stationärer Lagerraum gespart“ und Waren kreuz und quer durch Europa gekarrt, weil dies angeblich günstiger ist. Weiterlesen

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