Politik

Amnesty: In deutschen Autos steckt Kinderarbeit

Wer ein deutsches Auto sein eigen nennt, hat mit dem Kauf mit größter Wahrscheinlichkeit Kinderarbeit unterstützt oder gefördert. Was Handy und Laptopnutzer schon lange verbindet, scheint nun auch für Autokunden mehr und mehr Realität zu werden. Denn führende Elektronikhersteller wie Apple, Samsung oder Sony,  aber auch deutsche Autokonzerne wie BMW, Daimler und Volkswagen profitieren nach Angaben von Amnesty International weiterhin von Kinderarbeit in der Demokratischen Republik Kongo.  Das geht aus einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht der Menschenrechtsorganisation mit dem Titel „Time to recharge“ (Zeit zum  Wiederaufladen) hervor.

Laut Amnesty wird mit dem Kobalt aus den Minen mehr als die Hälfte des weltweiten Kobaltbedarfs gedeckt. Dort ist Kinderarbeit an der Tagesordnung und diese Kinder riskieren schon ab ihrem siebentem Lebensjahr ihr Leben oder zumindest ihre Gesundheit. Darauf hatte die menschenrechtsorganisation schon Anfang 2016 in ihrem Bericht „This is what we die for“ (Dafür sterben wir) hingewiesen. Weiterlesen

Share Button

Endstation Mittelmeerroute – Prostitution

Migrantinnen in der Falle

Viele Frauen aus Afrika landen in Italien auf dem Straßenstrich. Gekommen sind sie in der Hoffnung auf eine Ausbildung oder Jobs. Kriminelle Netzwerke zwingen sie in die Prostitution. – Gestaltung: Jan-Christoph Kitzler

Viele Afrikanerinnen hoffen auf ein besseres Leben in Europa – und landen hier am Straßenstrich. In Italien ist das besonders augenfällig. Die Prostituierten an den Ausfallsstraßen der Großstädte sind fast ausnahmslos junge Frauen aus Westafrika.

Sie sind aus ihrer Heimat geflüchtet oder unter falschen Versprechungen nach Italien gelockt worden. Die kriminellen Netzwerke, die dahinter stehen, werden meist von Migranten selbst betrieben. Wer aussteigen will, riskiert sein Leben. Ein paar, die es geschafft haben, verstecken nun ihrerseits junge Frauen und versuchen, ihnen ein neues Leben zu ermöglichen. Die Behörden bieten wenig Unterstützung, das Geschäft bedient ganz Europa, ein Lokalaugenschein.

      Endstation_Strich

Quelle: Ö1 Journal-Panorama vom 30.10.2017

 

 

Share Button

Vogelfrei durch die Hölle – minderjährige Flüchtlinge in Europa

Griechenland, Einfahrt zum ehemaligen Athener Flughafen Ellinikon: Eine junge afghanische Mutter sucht nach frischer Luft und Abwechslung. Der ständige Lärmpegel und der beengte Platz in der ehemaligen Ankunftshalle bewirkt Stress. Die junge Frau ist müde, doch sie hat ihre beiden Kinder ständig im Blick: die vierjährige Tochter, die mit einem Kugelschreiber auf einem Blatt Papier Kreise malt, und den zweijährigen Sohn, der sich mit Verstecken spielen die Zeit vertreibt. Seit einem Jahr und zwei Monaten lebt – oder besser vegetiert sie hier. Sie zählt die Tage und Wochen in dem verfallenen Flughafen.

Etwa eintausend Flüchtlinge – Erwachsene wie Kinder – sind in Zelten in der Ankunftshalle des ehemaligen Flughafens und in zwei Stadien untergebracht, die auf dem weiten Gelände von Ellinikon für die Olympischen Sommerspiele 2004 errichtet worden waren. Seither sind diese Gebäude dem Verfall preisgegeben. Ellinikon war nur als Provisorium für die Flüchtlinge gedacht, als Notunterkunft, nachdem Österreich und die Balkanländer Anfang 2016 ihre Grenzen dichtgemacht und der Flüchtlingsstrom sich in Griechenland staut.

Weiterlesen

Share Button

Modelle politischer Teilhabe für Arme und Bedürftige

Die päpstliche Akademie der Sozialwissenschaften denkt auf Anregung von Papst Franziskus über neue Modelle politischer Teilhabe für Arme und Bedürftige nach. Bei ihrer aktuellen Sitzung im Vatikan prüften die Angehörigen der Akademie unter Präsidenten Margaret Archer verschiedene Modelle. „Die meisten von uns haben begriffen, dass die Tage der alten sozialen Bewegungen heute vorbei sind“, referierte die britische Soziologin am Dienstag vor Journalisten im Vatikan. Sie würdigte die Grün-Bewegung als historisches Beispiel einer geglückten Integration von neuem, ökologischem Gedankengut in die Politik. Auch die katholische Kirche sei im politischen Bereich zuletzt „weise“ vorgegangen. „Europa bricht auseinander, siehe Brexit und Frexit, und das ist, was die Kirche getan hat: Sie versuchte in dieser Lage (mit dem Anliegen der politischen Teilhabe Armer, Anm.) keine Einflussnahme auf nationale Regierungen, sondern sie suchte den Schulterschluss mit internationalen Organismen wie der UNO oder der Internationalen Arbeitsorganisation ILO“. Auf diese Weise sei es etwa geglückt, das Ziel der Ausrottung von Menschenhandel und Zwangsarbeit in der „Agenda 2030“ festzuschreiben, die 17 UN-Ziele für eine bessere Welt auflistet. Weiterlesen

Share Button

Ein Zeitungsartikel aus Rumänien

Share Button

Zuerst Flüchtlinge – jetzt Sklaven

Auf dieser Seite

Das Los Flüchtling zu sein ist eines, um das einem sicher niemand beneiden muss – auch wenn manche postings in unseren Medien oft anderes vorgeben. Die Wirklichkeit hinter manch schöner Fassade, ist eher ein Blick in den Abgrund, wie der Artikel „Die EU hat die Türkei als offenes Gefängnis gemietet“ auf DIE ZEIT-online“ berichtet.

Demnach schlagen sich 90 Prozent der syrischen Flüchtlinge in der Türkei in Städten und Dörfern irgendwie durch – von irgendeiner „staatlichen“ Unterstützung somit keine Spur. Basmane, ein Stadtteil von Izmir, ist ein Arbeiterviertel der ärmlichsten Sorte, hier stehen Textil- und Schuhfabriken, in denen Tausende arbeiten, schwarz und für Hungerlöhne. Vor allem aber ist Basmane seit Jahrzehnten ein Sammelbecken für all jene, die in die Großstadt gekommen sind, weil sie irgendwo alles zurücklassen mussten. Erst waren es Armenier, dann Kurden; nun sind es die Syrer.

Es fragt sich, was mit dem Geld aus Brüssel wirklich passiert, bzw. ob es denn überhaupt in Richtung Türkei unterwegs ist. Die Betroffenen jedenfalls finden sich in mehr als prekären Verhältnissen wieder, nachdem sie meist nur ihr nacktes Leben retten konnten, werden sie nun auch noch schamlos ausgebeutet.

 

Share Button

Fachtagung „Lost in Migration“

Mehr als 10.000 Jugendliche Migranten spurlos verschwunden

Heute findet in Linz die Fachtagung „Lost in Migration“ der Kinder- und Jugendanwaltschaften statt, welche auf Verbrechern zum Opfer gefallene Unbegleitete aufmerksam machen soll.

Unbegleitete Minderjährige auf der Flucht sind so gut wie immer einem besonderen Risiko ausgesetzt. Die Schätzungen gehen jenseits der 10.000, die in Europa spurlos verschwunden sind. Mit großer Wahrscheinlichkeit ist ein Teil von ihnen in die Gewalt von Verbrechern geraten. 2015 suchten 88.300 unbegleitete Jugendliche – laut Definition Personen unter 18 – in der EU Schutz, wobei nicht wenige auf dem Weg in eine vermeintlich sichere Zukunft spurlos verschwinden. Weiterlesen

Share Button
Auf dem Laufenden bleiben ...
Veranstaltungen

Es gibt derzeit keine bevorstehenden Veranstaltungen.

Archiv